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| 08:33 Uhr

Hier iN NRW
Mehr als eine neue Optik ist beim Landesparteitag in Bielefeld nicht zu erwarten.

Die NRW-CDU bekommt einen neuen Markenauftritt. Das Logo mit den geschwungenen Landesfarben nebst CDU-Schriftzug wird um drei Zahnräder ergänzt, die für die Trias von Landesregierung, Landtagsfraktion und Landespartei stehen sollen.

Passend dazu gönnt die Partei sich auch einen neuen Slogan: "NRW kommt voran". Entwickelt wurde das Ganze von der Düsseldorfer Agentur Brandlounge, die schon den Wahlkampf für die CDU mitgestaltet hat.

Viel mehr Neues als die aufgefrischte Markenoptik, die den Delegierten beim Landesparteitag präsentiert werden soll, ist von der Veranstaltung am kommenden Samstag in Bielefeld nicht zu erwarten. Turnusgemäß werden die Delegierten den Vorstand neu wählen. Im Ergebnis wird fast alles beim Alten bleiben. Armin Laschet, Ministerpräsident und seit 2012 Chef der NRW-CDU, wird voraussichtlich mit einem prozentualen Ergebnis von "90 Plus" als Frontmann im Amt bestätigt. Josef Hovenjürgen, noch kommissarischer Generalsekretär der NRW-CDU, wird das "kommissarisch" ab Samstag weglassen dürfen. Und auch bei den fünf stellvertretenden Vorsitzenden wird es wohl keine Veränderungen geben. Allenfalls bei den 31 Beisitzer-Posten, für die es 38 Bewerbungen gibt, ist mit Verschiebungen zu rechnen. Ohne Streit verabschieden dürften die Delegierten auch den Leitantrag des Vorstandes, der die Digitalisierung des Landes vorantreiben soll.

Die NRW-CDU trieft derzeit vor Harmonie. Auch ein Jahr nach dem überraschenden Wahlsieg bei der Landtagswahl trägt die Basis ihre Führung auf Händen. Wann und aus welchem Anlass werden sich die ersten internen Kritiker wieder aus der Deckung wagen? Am Samstag in Bielefeld wohl noch nicht. Nach sieben Jahren in der Opposition kann so ein Siegestaumel auch schon mal etwas länger anhalten.

Ihre Meinung? Schreiben Sie unserem Autor: kolumne@rheinische-post.de

(RP)