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| 15:20 Uhr

Reaktion auf Vorwürfe
Trumps Leibarzt zieht Bewerbung für Ministeramt zurück

Washington. Ronny Jackson ist der Wunschkandidat des US-Präsidenten für das Amt des Veteranenministers. Aber gegen Trumps Leibarzt sind Vorwürfe bekannt geworden. Nun reagiert der Mediziner und zieht seine Bewerbung für den Posten zurück.

Ronny Jackson ist der Wunschkandidat des US-Präsidenten für das Amt des Veteranenministers. Aber gegen Trumps Leibarzt sind Vorwürfe bekannt geworden. Nun reagiert der Mediziner und zieht seine Bewerbung für den Posten zurück.

Gegen Ronny Jackson waren in der vergangenen Woche Vorwürfe bekannt geworden, wonach er während seiner Dienstzeit als Leibarzt im Weißen Haus getrunken und zu viele Medikamente verschrieben haben soll. Der Mediziner und Marine-Admiral teilte in einer Stellungnahme dazu mit, er habe nicht mit "unbegründeten und anonymen Angriffen auf meinen Charakter und meine Integrität gerechnet", als er sich um das Ministeramt beworben habe.

Trump hatte Jackson im vergangenen Monat für die Führung des Veteranenministeriums nominiert, nachdem er zuvor den von seinem Vorgänger Barack Obama eingestellten David Shulkin entlassen hatte. Jackson galt als überraschender Kandidat, er arbeitet seit 2006 als Leibarzt im Weißen Haus und hatte Trump wenige Wochen vor seiner Nominierung für das Ministeramt eine blendende Gesundheit attestiert. Demokratische und republikanische Abgeordnete bezweifelten, dass Jackson über die ausreichende Erfahrung verfügt, eine Behörde mit 360.000 Mitarbeitern zu führen, die neun Millionen Veteranen dienen soll.

Veteranenministerium ist Trump besonders wichtig

"Mit Bedauern ziehe ich meine Nominierung als Minister für die Angelegenheiten von Kriegsveteranen zurück", heißt es in Jacksons Erklärung. Die Anschuldigungen gegen ihn bezeichnete er als völlig falsch und erfunden. "Wenn sie irgendeine Bedeutung hätten, dann wäre ich nicht ausgewählt und befördert worden und es hätten mir nicht drei US-Präsidenten ihr Vertrauen entgegengebracht."

Das Veteranenministerium ist Donald Trump besonders wichtig. Im Wahlkampf hatte er Punkte damit gesammelt, die Leistungen für Kriegsveteranen deutlich verbessern zu wollen. Der Umgang mit im Krieg eingesetzten Soldaten und deren soziale Absicherung sind in den USA seit Jahrzehnten ein großes gesellschaftliches Problem.
Amtsvorgänger David Shulkien war von Trump nach Anschuldigungen wegen privater Aktivitäten auf Dienstreisen entlassen worden.

(wer)