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| 08:23 Uhr

Berlin
Künftig soll es weniger Notfallkrankenhäuser geben

Berlin. Patienten werden in Notfällen künftig voraussichtlich weniger Krankenhäuser vorfinden, die offiziell für solche Situationen eingerichtet sind. Die verbleibenden Notfallkliniken sollen im Gegenzug garantieren, dass sie die Patienten auch angemessen betreuen können. Das sieht ein gestern gefasster Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen vor. Von den heute 1748 Krankenhäusern sollen künftig nur noch 1120 entsprechende Zuschläge bekommen. Somit könnten 628 Häuser aus der Notfallversorgung fallen.

Patienten werden in Notfällen künftig voraussichtlich weniger Krankenhäuser vorfinden, die offiziell für solche Situationen eingerichtet sind. Die verbleibenden Notfallkliniken sollen im Gegenzug garantieren, dass sie die Patienten auch angemessen betreuen können. Das sieht ein gestern gefasster Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen vor. Von den heute 1748 Krankenhäusern sollen künftig nur noch 1120 entsprechende Zuschläge bekommen. Somit könnten 628 Häuser aus der Notfallversorgung fallen.

Notfallkrankenhäuser müssen demnach künftig über eine chirurgische oder unfallchirurgische und innere Abteilung verfügen. Kommt der Patient in die Notaufnahme, soll er binnen zehn Minuten erfahren, mit welcher Priorität er behandelt wird. Ein Facharzt und bei Bedarf ein Anästhesist müssen innerhalb von 30 Minuten beim Patienten sein können. Die Klinik muss zudem eine Intensivstation mit mindestens sechs Betten haben.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) stimmte auch nach monatelangen Verhandlungen im Bundesausschuss gegen die Neuregelung. Vor dem Hintergrund der ständig steigenden Milliardenkosten für die Krankenhäuser hatte der Gesetzgeber den Bundesausschuss beauftragt zu klären, wie viele Kliniken für die Notfallversorgung nötig sind, und ein Stufenkonzept zu erarbeiten.

(dpa)