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| 06:54 Uhr

Nach Chemnitz
Kretschmer fordert Widerspruch gegen rechte Positionen

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht am Sonntag auf der Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chemnitz, die unter dem Motto „Wir in Chemnitz - aufeinander hören, miteinander handeln“ abgehalten wird
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht am Sonntag auf der Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chemnitz, die unter dem Motto „Wir in Chemnitz - aufeinander hören, miteinander handeln“ abgehalten wird FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Chemnitz. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erwartet von den Chemnitzer Bürgern deutlichen Widerspruch gegen fremdenfeindliche und rechtsradikale Positionen.

(dpa/bob)   „Die Mehrheit muss lauter werden“, mahnte er bei einer Kundgebung der evangelischen Kirche vor dem Rathaus, zu der rund 1000 Menschen gekommen waren. Wenn Hass gesät und Aggressionen geschürt werden, die Gesellschaft in Unruhe sei, sei jeder in seinem privaten Umfeld herausgefordert. Es gelte, sich vor die zu stellen, „die anders aussehen, einen anderen Glauben haben, anderswo geboren sind, anderes lieben, eine besondere Gabe haben, die manche Behinderung nennen“. Sachsen sei genau so lebens- und liebenswert, wie seine Bewohner es machten.

Freiheit und Zusammenhalt sind laut Kretschmer aber nicht erst gefährdet bei Gewalt gegen Menschen und Sachen. „Es beginnt bereits mit dem Wort“, mahnte er. Beim Bürgergespräch in Chemnitz sei deutlich geworden, wie viele Gerüchte, Falschinformationen und Verschwörungstheorien kursierten, die jeglicher Grundlage entbehrten. „Auch hier es an uns, zu widersprechen.“ Und ebenso müsse dem Begriff „Lügenpresse“ entgegengetreten werden. „Auch das ist ein Angriff auf unser Wahrheitssystem, das dürfen wir nicht dulden.“

(dpa)