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Konferenz zu geächteten Streubomben

Genf. Um die steigende Zahl der von Streubomben getöteten oder verletzten Menschen wieder zu senken, muss der Einsatz der international geächteten Waffen Experten zufolge rasch ein Ende finden. Nur so könnten "menschliches Leid und Todesfälle" reduziert werden, sagte der deutsche Abrüstungsbotschafter Michael Biontino am Montag in Genf. dpa/pb

Er eröffnete die Konferenz der Vertragsstaaten des Übereinkommens zum Verbot des Einsatzes und der Herstellung von Streumunition, die 2017 unter deutschem Vorsitz tagt. Der völkerrechtlich verbindliche Vertrag trat 2010 in Kraft. Die 119 Unterzeichner kommen ein Mal im Jahr zur Bestandsaufnahme zusammen.

Grundlage dafür ist der Streubomben-Monitor, den eine Koalition aus Hilfsorganisationen jedes Jahr veröffentlicht. Danach kamen im vergangenen Jahr 971 Menschen durch Streumunition ums Leben - rund doppelt so viele wie 2016. Die allermeisten Opfer gab es in Syrien, wo den Autoren zufolge vor allem die Regierung solche Munition einsetzt.