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| 08:30 Uhr

Berlin/Erfurt
Kippa-Aktionen als Zeichen gegen Antisemitismus

Berlin/Erfurt. Nach dem Angriff auf zwei Kippa tragende Männer in Berlin werden in mehreren Städten Solidaritätsaktionen für jüdische Mitbürger vorbereitet. Auschwitz-Überlebende unterstützen die für Mittwoch geplante Demonstration "Berlin trägt Kippa". Auch Thüringen will sich unter der Überschrift "Thüringen trägt Kippa" anschließen. Der Stadtkämmerer von Frankfurt am Main, Uwe Becker (CDU), warb dafür, am 14. Mai unter dem Motto "Zeig' Gesicht und Kippa" einen ganzen Tag lang eine Kippa zu tragen. Am 14. Mai 1948 wurde Israel gegründet.

Nach dem Angriff auf zwei Kippa tragende Männer in Berlin werden in mehreren Städten Solidaritätsaktionen für jüdische Mitbürger vorbereitet. Auschwitz-Überlebende unterstützen die für Mittwoch geplante Demonstration "Berlin trägt Kippa". Auch Thüringen will sich unter der Überschrift "Thüringen trägt Kippa" anschließen. Der Stadtkämmerer von Frankfurt am Main, Uwe Becker (CDU), warb dafür, am 14. Mai unter dem Motto "Zeig' Gesicht und Kippa" einen ganzen Tag lang eine Kippa zu tragen. Am 14. Mai 1948 wurde Israel gegründet.

Die evangelische Theologin Margot Käßmann warb dafür, in Schulen die Religionsfreiheit zum Thema einer ganzen Woche zu machen. Alle Jungen und Mädchen sollten nacheinander an je einem Tag eine Kippa, ein Kreuz und ein Kopftuch tragen, schrieb die ehemalige Ratsvorsitzende und Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einer Kolumne für die "Bild am Sonntag". Dazu gehöre auch die Freiheit, ohne Religion zu leben.

Anlass der Solidaritätsaktionen ist der gewalttätige Übergriff auf zwei Kippa tragende Männer am vergangenen Dienstagabend in Berlin-Prenzlauer Berg. Ein Arabisch sprechender Mann hatte sie wegen ihrer jüdischen Kopfbedeckung mit einem Gürtel angegriffen. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Laut Polizei handelt es sich um einen 19-jährigen Palästinenser aus Syrien.

(epd)