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| 09:18 Uhr

Nordkoreas Machthaber bei Auftritt in Pjöngjang
Kim Jong Un lauscht südkoreanischen Künstlern

Seoul. Nordkoreas Machthaber hat sich einen Auftritt südkoreanischer Popstars in seiner Hauptstadt nicht entgehen lassen. Gemeinsam mit seiner Frau besuchte Kim Jong Un das Konzert und zeigte sich danach "tief bewegt".

Nordkoreas Machthaber hat sich einen Auftritt südkoreanischer Popstars in seiner Hauptstadt nicht entgehen lassen. Gemeinsam mit seiner Frau besuchte Kim Jong Un das Konzert und zeigte sich danach "tief bewegt".

Kim habe den Künstlern nach dem Konzert die Hände geschüttelt und seine "tiefe Dankbarkeit" zum Ausdruck gebracht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Es habe ihn "tief bewegt" zu sehen, dass den Zuschauern das Konzert "aufrichtig" gefallen habe. Es habe zudem das "Verständnis" für südkoreanischer Popkultur in Nordkorea vertieft.

Kim ist der erste nordkoreanische Machthaber, der ein Konzert südkoreanischer Künstler besucht hat. Er war am Sonntag zusammen mit seiner Frau, der früheren Sängerin Ri Sol Ju, im vollbesetzten Großen Theater von Pjöngjang erschienen. Nach dem Konzert schüttelte er hinter der Bühne den südkoreanischen Stars die Hände und posierte für Fotos mit ihnen. Es war der erste derartige Auftritt in Pjöngjang seit mehr als zehn Jahren.

120 Mitglieder große Delegation aus Südkorea in Pjöngjang

An den insgesamt zwei Konzerten in Pjöngjang nehmen Stars wie Cho Yong Pil und Choi Jin Hee, die K-Pop-Gruppe Red Velvet und Seohyun, ein ehemaliges Mitglied der bekannten K-Pop-Band Girls' Generation, teil. Die gesamte Delegation aus Südkorea, der auch Tänzer, Techniker und Kampfsportler angehören, umfasst 120 Mitglieder. Das zweite Konzert soll am Dienstag stattfinden.

Während der Olympischen Winterspiele im Februar waren 140 Mitglieder des nordkoreanischen Samjiyon-Orchesters in Südkorea aufgetreten und dort auf enormes Interesse gestoßen.

Der bisher letzte Auftritt südkoreanischer Künstler in Nordkorea fand im Jahr 2007 statt. Die beiden Nachbarländer befinden sich formell noch im Kriegszustand.

(das/AFP/AP)