| 12:27 Uhr

Rede des EU-Kommissionspräsidenten
Juncker ermuntert Westbalkan-Staaten zu EU-Beitritt bis 2025

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei seiner Rede vor dem EU-Parlament in Straßburg.
Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei seiner Rede vor dem EU-Parlament in Straßburg. FOTO: afp, ff
Westbalkan-Staaten wie Serbien und Montenegro sollen bei entsprechenden Reformfortschritten bis 2025 in die EU eintreten können. Derzeit seien die Länder aber noch "weit davon entfernt, die Bedingungen zu erfüllen", sagt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Das Datum 2025 solle aber dazu motivieren, sich konzentriert auf den Weg zu machen. "Das ist ein indikatives Datum, ein Ermunterungsdatum", sagte Juncker am Dienstag vor dem EU-Parlament in Straßburg.

Wie weit die Westbalkan-Staaten noch von einem EU-Beitritt entfernt sind, geht aus einem neuen Strategiepapier der EU-Kommission vor, das am Dienstag offiziell vorgestellt werden sollte. In ihm kritisieren die Autoren unter anderem eine nicht wettbewerbsfähige Wirtschaft, Korruption und ungelöste zwischenstaatliche Konflikte.

Zu den sogenannten Westbalkanstaaten zählen neben Montenegro und Serbien auch noch Albanien, Bosnien-Herzegowina, das Kosovo und Mazedonien. Bosnien-Herzegowina und das Kosovo sind dabei am weitesten von einem möglichen EU-Beitritt entfernt, weil sie bislang nicht einmal offizielle Kandidaten, sondern nur potenzielle Kandidaten sind. Montenegro und Serbien gelten hingegen als die Länder, die bei den notwendigen Reformen vergleichsweise gut vorankommen.

(oko)