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| 10:52 Uhr

Trèbes
IS reklamiert Geiselnahme in Frankreich für sich

Exklusiv | Trèbes. Ein mutmaßlicher Terrorist hat bei Attacken und einer Geiselnahme in Südfrankreich drei Menschen getötet und weitere verletzt. Die Polizei erschoss den Täter, der sich in einem Supermarkt in dem kleinen Ort Trèbes östlich von Carcassonne verschanzt hatte.

Mit einer tödlichen Geiselnahme in einem Supermarkt ist der Terror nach Frankreich zurückgekehrt. Ein Angreifer marokkanischer Herkunft erschoss gestern in der Region Carcassonne im Süden des Landes drei Menschen, 16 weitere wurden nach Angaben von Staatspräsident Emmanuel Macron verletzt. Nach stundenlangem Drama erschoss die Polizei den Täter, der sich in einem Supermarkt in der Kleinstadt Trèbes verschanzt hatte. "Unser Land hat einen islamistischen Terroranschlag erlitten", sagte Macron am Abend in Paris. Der 25-jährige Angreifer Radouane L. bezeichnete sich selbst als "Soldat" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Er war den Behörden für kleinere Delikte bekannt und wurde seit 2014 auch wegen möglicher Radikalisierung in einer entsprechenden Datenbank geführt, erklärte der Anti-Terror-Staatsanwalts François Molins. Eine Überwachung im Jahr 2016 und 2017 habe aber keine Anzeichen dafür erbracht, dass der Mann eine Terror-Tat verüben könnte.

(dpa)