ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 08:02 Uhr

Hoffnung auf Frieden

FOTO: Ronny Hendrichs
Es ist ein historisches Treffen der beiden Repräsentanten des geteilten Korea. Man muss allerdings bedenken, dass der demokratisch gewählte Präsident des Südens den Diktator des Nordens trifft. Das macht Abmachungen schwierig. Denn ein totalitäres Regime wie Nordkorea hält sich in der Regel nur dann an Verträge, wenn es passt. Martin Kessler

Es ist ein historisches Treffen der beiden Repräsentanten des geteilten Korea. Man muss allerdings bedenken, dass der demokratisch gewählte Präsident des Südens den Diktator des Nordens trifft. Das macht Abmachungen schwierig. Denn ein totalitäres Regime wie Nordkorea hält sich in der Regel nur dann an Verträge, wenn es passt.

Trotzdem sind die bisherigen Vereinbarungen wichtig. Sie bringen Bewegung in die festgefahrenen Fronten, und sie ermöglichen es dem nordkoreanischen Diktator, ohne Gesichtsverlust aus seiner horrend teuren Atomaufrüstung auszusteigen. Es scheint, dass er die ständigen Drohgebärden gegen den Süden und die USA nicht mehr unbedingt zum Machterhalt braucht. Schließlich hat er ein Treffen auf Augenhöhe mit US-Präsident Trump erreicht.

Gewonnen ist noch nichts. In Korea liegen Friedensbeteuerungen und Kriegsgebärden stets nah beieinander. Schnell können die Atomdrohungen wieder auf der Tagesordnung stehen. Doch ein Fenster hin zu einer friedlichen Lösung ist geöffnet. Die Beteiligten können es nutzen.