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| 09:54 Uhr

Debatte um Kohlekommission
Grüne: Bundesregierung soll Rodung von Hambacher Forst stoppen

Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) fordert, die geplante Rodung des Hambacher Forsts zu stoppen.
Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) fordert, die geplante Rodung des Hambacher Forsts zu stoppen. FOTO: dpa / Tim Brakemeier
Düsseldorf . Die Grünen-Bundestagsfraktion fordert von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), die geplante Rodung des Hambacher Forsts zu stoppen. In einem Schreiben von Fraktionschef Anton Hofreiter und Fraktionsvize Oliver Krischer, über das die Düsseldorfer „Rheinische Post“ berichtet, heißt es: „Wenn Sie als die zuständigen Minister die Arbeit der Kohlekommission ernst nehmen, dann ist es jetzt an der Zeit, sich in der RWE-Leitung sowie bei der Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass im Hambacher Wald die Kettensägen ausgeschaltet bleiben.“ Es könne nicht sein, „dass der Wald gerodet wird, solange die Kommission arbeitet“.

„Ein Kohlekonzern, der im Rheinland für seinen Tagebau Flüsse, Dörfer und Autobahnen wie Spielzeug verlegt, ist auch in der Lage, so zu baggern, dass der Rest des Hambacher Waldes erhalten werden kann“, schreiben Hofreiter und Krischer. Bei den nächsten Rodungen im Hambacher Wald will RWE dem Bericht zufolge für den Braunkohletagebau mehr als die Hälfte des Waldes fällen.

Bereits am Montag hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Bürgerinitiativen aus der Tagebauregion um einen sofortigen Stopp des Braunkohleabbaus gebeten. Das Moratorium für Rodungen, Zwangsenteignungen und Umsiedlungen solle so lange gelten, bis die genauen Rahmenbedingungen und die Ausgestaltung des Kohleausstiegs festliegen, hieß es in dem gemeinsamen Appell.

(epd/uf)