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Brexit im März 2019
Großbritannien will auch EU-Zollunion verlassen

Im Frühjahr möchte Theresa May Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien beginnen. (Archiv)
Im Frühjahr möchte Theresa May Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien beginnen. (Archiv) FOTO: dpa, gfh
Mit dem Ausstieg aus der Europäischen Union will Großbritannien auch der EU-Zollunion den Rücken kehren. Das Land werde die EU und die Zollunion verlassen, sagte ein Sprecher von Theresa May. Ein neues Freihandelsabkommen soll ab Frühjahr verhandelt werden.

Die Regierung habe keine Pläne, Teil einer Zollunion zu bleiben, sagte ein Sprecher von Premierministerin Theresa May am Montag. Grund sei, dass London als Mitglied nicht die Möglichkeit hätte, Handelsverträge mit Nicht-EU-Ländern abzuschließen. Es lägen zwei Optionen für die künftige Beziehung zur EU-Zollunion auf dem Tisch, die nun geprüft würden.

Innerhalb der Union verlangen die Mitglieder keine Zölle für Güter von anderen Mitgliedern. Zudem werden bürokratische Hürden für den Warenaustausch minimiert. Für Importe von außerhalb der Union sind die Zölle bei allen Mitgliedern gleich hoch.

Verhandlungen über neues Freihandelsabkommen

Gleichzeitig gehen die Brexit-Verhandlungen zwischen dem EU-Unterhändler Michel Barnier und dem britischen Gesprächspartner David Davis in London und ab Dienstag in Brüssel weiter. Konkret soll es um eine Übergangsphase nach dem EU-Austritt im März 2019 für das Königreich gehen.

In der Zeit dürfte Großbritannien noch Teil der Zollunion und des EU-Binnenmarktes bleiben, in dem 500 Millionen Menschen leben. Im Frühjahr sollen dann Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien beginnen.

(se)