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Gipfel soll neue Flüchtlingskrise verhinden

Paris/Berlin. Das Ziel ist klar, doch der Weg mühsam: Damit weniger Menschen die Flucht über das Mittelmeer antreten, will Europa enger mit Herkunfts- und Transitländern in Afrika zusammenarbeiten. Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien stimmen sich dazu an diesem Montag in Paris mit drei afrikanischen Ländern ab, die entlang der Migrationsroute liegen. dpa/bob

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs aus Rom und Madrid auch Spitzenpolitiker aus Libyen, Niger und Tschad.

Merkel (CDU) sagte, das Treffen sei sehr wichtig, "weil wir versuchen wollen, Schritt für Schritt die illegale Migration zu reduzieren, damit Menschen sich nicht in die Hände der Schlepper begeben müssen und ihr Leben aufs Spiel setzen".

Dazu sollen laut Merkel etwa alternative Einkommensquellen für Schleuser in der nigrischen Stadt Agadez gesucht werden. Menschen, deren Lebensgrundlage heute die Schleppertätigkeit sei, müssten andere Perspektiven erhalten, "ansonsten werden sie sich nicht davon abbringen lassen", sagte die CDU-Politikerin in einem am Samstag veröffentlichten Podcast-Interview.

Bei der Bekämpfung der illegalen Migration spiele die Entwicklungshilfe eine große Rolle, genauso wie Grenzkontrolle und Steuerung im Niger. Die EU hat dazu sogenannte Migrationspartnerschaften mit afrikanischen Ländern geschaffen.

Man wolle außerdem dafür sorgen, dass Geflüchtete in Libyen mehr Schutz von UN-Organisationen erhielten, sagte Merkel. Das nordafrikanische Bürgerkriegsland ist ein besonders wichtiges Transitland auf dem Weg nach Europa, die instabile politische Lage macht die Zusammenarbeit jedoch schwierig. Die international anerkannte Übergangsregierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch, der am Montag ebenfalls nach Paris kommt, hat kaum Kontrolle über die Hauptstadt Tripolis hinaus.

Frankreichs Präsident Macron will Registrierungszentren in sicheren afrikanischen Ländern schaffen. Dort sollen Asylanträge geprüft werden.