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Gaza/Tel Aviv
Gewaltausbruch im Gazastreifen erwartet

Gaza/Tel Aviv. Bei neuen palästinensischen Protesten wird heute ein weiterer Gewaltausbruch befürchtet. Palästinenser im Gazastreifen wollen an der Grenze zu Israel Tausende von Autoreifen verbrennen, um eine "Rauchwand" zu erzeugen. Israel warnt vor schweren Umweltschäden. Außerdem wollen Aktivisten große Blendspiegel einsetzen, um israelischen Scharfschützen die Sicht zu erschweren. Beim schlimmsten Ausbruch der Gewalt seit 2014 waren am Karfreitag insgesamt 19 Palästinenser getötet worden. Ein weiterer Palästinenser starb an Verletzungen, die er am Karfreitag erlitten hatte. Israelische Soldaten schossen nach Armeeangaben gezielt auf palästinensische Rädelsführer. Die meisten der Getöteten waren nach israelischen Angaben militante Palästinenser.

In der Nacht zum Donnerstag tötete Israels Luftwaffe in der Nähe des Grenzzauns erneut einen bewaffneten Palästinenser. Seit Karfreitag sind damit 21 Palästinenser bei Konfrontationen im Grenzbereich getötet worden.

(dpa)