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| 16:39 Uhr

Grüne legen aktuelle Studie vor
Gesetzliche Krankenkassen oft besser als private

 Laut einer von den Grünen in Auftrag gegebenen Studie bieten gesetzliche Kassen bessere Leistungen als Private.
Laut einer von den Grünen in Auftrag gegebenen Studie bieten gesetzliche Kassen bessere Leistungen als Private. FOTO: Michael Kappeler
Berlin. Nach einer neuen Untersuchung, die von den Grünen in Auftrag gegeben wurde, bieten gesetzliche Kassen in etlichen Bereichen bessere Leistungen als private. Private widersprechen dieser Aussage. (hz)

Gesetzliche Krankenkassen bieten einer aktuellen Studie im Auftrag der Grünen zufolge oft bessere Leistungen als private Krankenversicherungen. Große Lücken gibt es dem Beratungsunternehmen PremiumCircle zufolge bei den Privaten etwa bei Kuren und der Rehabilitation sowie häufig auch bei der Palliativ-Versorgung, der häuslichen Krankenpflege sowie bei Impfungen.

Selbst bei teuren Premium-Tarifen der privaten Versicherer werde rund ein Viertel der Mindestanforderungen nicht erfüllt. Bei den gesetzlichen Kassen seien es drei Prozent. Der Verband der Privaten Krankenversicherung wies diese Angaben am Freitag zurück. Die sogenannte Studie eines Versicherungsmaklers habe „mit dem realen Versorgungsgeschehen und den Erfahrungen der Versicherten beim Arzt oder im Krankenhaus nur wenig zu tun“, so Sprecher Stefan Reker.

Viele Leistungen, die die Gutachter in den Verträgen  vermissten, seien „sehr wohl Bestandteil der Versorgung von Privatversicherten“, wie etwa die Palliativversorgung. Denn viele Verträge stammten aus einer Zeit, in der diese Versorgung noch nicht sehr verbreitet war. Die privaten Anbieter dürften ihre Vertragswerke nachträglich nicht ändern, die Leistungserweiterung finde aber trotzdem statt.

Im Übrigen, so Reker, seien die Deutschen laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage mit ihrer medizinischen Versorgung so zufrieden wie nie zuvor – wobei der sehr gute Wert unter den gesetzlich Versicherten (90 Prozent Zufriedenheit) von den 92 Prozent unter den Privatversicherten noch getoppt werde. Das könne auch an „eindeutigen Leistungsvorteilen“ der privaten Kassen liegen wie ärztliche Therapiefreiheit ohne Budgets und schnellerer Zugang zu medizinischen Innovationen.