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| 19:57 Uhr

Ex-Bundeskanzler in Russland
Grüne kritisieren Schröder als "Claqueur" für Putin

Gerhard Schröder (r.), Ex-Bundeskanzler, gibt Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei dessen Amtseinführung im Kreml die Hand.
Gerhard Schröder (r.), Ex-Bundeskanzler, gibt Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei dessen Amtseinführung im Kreml die Hand. FOTO: dpa, hjp kno
Berlin. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wird von den Grünen kritisiert. Er hatte an der Vereidigung von Putin für seine vierte Amtszeit in Russland teilgenommen.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wird von den Grünen kritisiert. Er hatte an der Vereidigung von Putin für seine vierte Amtszeit in Russland teilgenommen.

Die Grünen haben Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für seine Teilnahme an der Vereidigung von Russlands Präsidenten Wladimir Putin kritisiert. Jeder dürfe privat zu Feiern fahren, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock am Montag in Berlin. Im Fall eines ehemaligen Bundeskanzlers habe das aber eine andere Bedeutung. Schröder müsse Mängel bei Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Russland "klar und deutlich" ansprechen, "anstatt als Claqueur in der ersten Reihe zu sitzen", sagte Baerbock. Ein Claqueur ist jemand, der fürs Beifallklatschen bezahlt wird.

Die Grünen appellierten auch an die Bundesregierung, klar zu machen, was die europäischen Vorstellungen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit seien. Man könne nicht einerseits Moskau wegen Putins Politik auf der Krim und in Syrien mit Sanktionen belegen und andererseits eine "Prestige-Pipeline" wie die Gasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland politisch unterstützen. "Hier braucht es eine klare Haltung der deutschen Bundesregierung", sagte Baerbock. Putin hatte am Montag im Beisein von Altkanzler Schröder den Eid für seine vierte Amtszeit abgelegt.

(eler)