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| 02:38 Uhr

FDP geht mit viel Lindner in heiße Phase

Ist der Kopf der Kampagne: FDP-Chef Christian Lindner.
Ist der Kopf der Kampagne: FDP-Chef Christian Lindner. FOTO: dpa
Berlin. Die FDP will mit einer stark auf Spitzenkandidat Christian Lindner ausgerichteten Wahlkampagne nach vier Jahren die Rückkehr in den Bundestag schaffen. Die rund fünf Millionen Euro teure Plakat- und Medienaktion mit dem Slogan "Denken wir neu" solle aber auch das Ende April beschlossene Wahlprogramm der Liberalen abbilden, sagte Generalsekretärin Nicola Beer am Montag in Berlin. dpa/sm

Lindner hob hervor, die FDP verstehe sich als "Partei der Mitte für die Mitte. Wir wenden uns nicht an die Ränder." Während der Erneuerung außerhalb des Bundestages unter seiner Führung habe man "jeder Versuchung widerstanden, garstig zu werden und rechtspopulistischen Ideen hinterherzulaufen". Nun seien die Liberalen wieder "getragen von einem Gestaltungsoptimismus", sagte Lindner, der die FDP-Wahlplakate optisch prägen soll.

Über Regierungsbeteiligungen - ob mit CDU/CSU allein, in einer Jamaika-Koalition mit Union und Grünen oder in einem Ampel-Bündnis mit SPD und Grünen - wolle die FDP bis zum Wahltag am 24. September nicht nachdenken. Der FDP-Chef machte aber erneut deutlich, dass die Schnittmengen mit der Union am größten seien. "Die CDU setzt den Blinker richtig, es fehlt aber noch der Vorwärtsgang."

Umfragen sehen die FDP derzeit bei acht bis neun Prozent, die Union bei 38 bis 40 Prozent. Lindner sagte, dass eine Große Koalition "die wahrscheinlichste Konstellation nach der Bundestagswahl" sei.

Die FDP wolle mit Slogans wie "Manchmal muss ein ganzes Land vom 10er springen" oder "Ungeduld ist auch eine Tugend" ihre weiter reichenden Ambitionen deutlich machen. Mehr als 6000 Großflächenplakate hätten die FDP-Gliederungen bereits bestellt, hieß es aus der Berliner Parteizentrale.