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| 15:11 Uhr

FDP-Chef Christian Lindner
"Zuckerbergs Aussage markiert Epochenwechsel"

Siegen . Für den FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner markiert die Aussage von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress eine Zäsur. "Letzte Woche wurden wir Zeugen eines Epochenwechsels", sagte Lindner. Kirsten Bialdiga

Für den FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner markiert die Aussage von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress eine Zäsur. "Letzte Woche wurden wir Zeugen eines Epochenwechsels", sagte Lindner.

Es sei sehr deutlich geworden, dass der Silicon-Valley-Kapitalismus keine gemeinsame Gesprächsebene habe mit demokratisch gewählten Institutionen. Noch größere Besorgnis habe bei ihm ausgelöst, dass Zuckerberg angekündigt habe, Facebook werde künftig Tools entwickeln, die für bestimmte Zwecke eingesetzt werden könnten. "Es ist doch nicht Aufgabe eines kommerziellen Anbieters, gesellschaftspolitische Debatten zu bewerten", sagte Lindner, der noch vor Kurzem auf Wahlplakaten mit dem Spruch "Digital First - Bedenken Second" geworben hatte.

Sogar automatische Filter werde Facebook entwickeln, die Hate-Speach automatisch löschen könnten. Auch dies sei nicht Aufgabe einer kommerziell betriebenen künstlichen Intelligenz. "Wir müssen uns die Frage stellen, was machen künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologien mit Wirtschaft und Gesellschaft - das muss auch die Aufgabe der FDP sein", sagte Lindner. Es sei zwar richtig und wichtig, Glasfaserkabel zu legen, aber der digitale Wandel müsse von der Politik auch gestaltet werden.