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| 12:31 Uhr

Fall Skripal
Großbritannien erneuert Vorwürfe gegen Russland

Den Haag. Großbritannien hat seine Anschuldigungen gegen Russland im Fall der Nervengift-Attacke auf den früheren russischen Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter Julia erneuert.

Großbritannien hat seine Anschuldigungen gegen Russland im Fall der Nervengift-Attacke auf den früheren russischen Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter Julia erneuert.

"Wir glauben, dass nur Russland die technischen Mittel, Erfahrungen und ein Motiv hat, die Skripals anzugreifen", erklärte der britische Botschafter Peter Wilson am Mittwoch in Den Haag vor dem Exekutivrat der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW).

Russland habe gegen die Chemiewaffenkonvention verstoßen und dem Ansehen der OPCW geschadet, sagte der Diplomat. Die britische Delegation bei der OPCW hatte seine Bemerkungen, die in der nicht öffentlichen Sitzung fielen, über Twitter verbreitet.

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im südenglischen Salisbury bewusstlos gefunden worden. Eine Untersuchung von OPCW-Experten hatte festgestellt, dass das in der früheren Sowjetunion fabrizierte Nervengift Nowitschok eingesetzt worden war. Der Bericht nennt aber keine möglichen Täter. Moskau weist alle Vorwürfe vehement zurück.

Der Exekutivrat der OPCW war auf Antrag Großbritanniens zu dieser bereits zweiten Dringlichkeitssitzung zu dem Anschlag zusammen gekommen. Auch der UN-Sicherheitsrat wollte sich später am Mittwoch mit dem Giftanschlag befassen.

(csr/dpa)