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| 07:52 Uhr

EU darf sich von Trump nicht spalten lassen

Die Deeskalation des Handelsstreits mit den USA hat für die Bundeskanzlerin zu Recht allerhöchste Priorität. Eine drohende Spirale von globalen Vergeltungsmaßnahmen würde vor allem Deutschland schaden. Die Bundesrepublik wird oft für ihre Exporterfolge kritisiert und beneidet, nicht nur von Trump. Aber eine politisch herbeigeführte Reduzierung des hohen Außenhandelsüberschusses würde nicht nur der deutschen Wirtschaft massiv schaden, sondern auch anderen Ländern. Deutsche Unternehmen investieren ihr Geld im Ausland und schaffen dort Hunderttausende Arbeitsplätze. Zudem ist die EU längst so vernetzt, dass ein Schaden bei uns alle gemeinsam träfe. Birgit Marschall

Die Deeskalation des Handelsstreits mit den USA hat für die Bundeskanzlerin zu Recht allerhöchste Priorität. Eine drohende Spirale von globalen Vergeltungsmaßnahmen würde vor allem Deutschland schaden. Die Bundesrepublik wird oft für ihre Exporterfolge kritisiert und beneidet, nicht nur von Trump. Aber eine politisch herbeigeführte Reduzierung des hohen Außenhandelsüberschusses würde nicht nur der deutschen Wirtschaft massiv schaden, sondern auch anderen Ländern. Deutsche Unternehmen investieren ihr Geld im Ausland und schaffen dort Hunderttausende Arbeitsplätze. Zudem ist die EU längst so vernetzt, dass ein Schaden uns alle gemeinsam träfe.

Europa muss jetzt zusammenstehen und darf sich von Trump nicht spalten lassen. Erkennbar ist bereits, wie schwer sich die EU mit einer gemeinsamen Reaktion tut. Bis jetzt ist es der EU-Kommission nicht gelungen, ein Verhandlungsangebot der 28 EU-Staaten an Trump zu organisieren. Frankreich will seinen Agrarsektor schützen, Deutschland seine Metallindustrie, andere EU-Länder pflegen kaum Handel mit den USA. Am Ende sollten alle einsehen, dass Europas Zugpferd Deutschland nicht durch nationale Taktierereien geschwächt werden darf.