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| 08:27 Uhr

Essen
Essen heißt jetzt "Fasten"? Ungarn fallen auf Satire herein

Essen. Vergangene Woche hat der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen. Das Online-Portal "Noktara" veröffentlichte dazu die Satire, dass sich die Stadt Essen vorübergehend in "Fasten" umbenenne. Die Stadt wolle damit ihr Image verbessern, nachdem die Tafel in Essen zeitweise keine Ausländer mehr aufgenommen habe, schrieb "Noktara" und behauptete, die Verwaltung werde während des Ramadan neue Ortsschilder aufstellen, die erst am Ende des Fastenmonats wieder abmontiert würden.

Vergangene Woche hat der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen. Das Online-Portal "Noktara" veröffentlichte dazu die Satire, dass sich die Stadt Essen vorübergehend in "Fasten" umbenenne. Die Stadt wolle damit ihr Image verbessern, nachdem die Tafel in Essen zeitweise keine Ausländer mehr aufgenommen habe, schrieb "Noktara" und behauptete, die Verwaltung werde während des Ramadan neue Ortsschilder aufstellen, die erst am Ende des Fastenmonats wieder abmontiert würden.

Die Meldung war frei erfunden - von "Ethno-Satire" sprachen die "Noktara"-Macher Soufian El Khayari und Derya Sami Saydjari auf ihrer Website. Trotzdem ist am Pfingstsonntag der staatliche ungarische Nachrichtensender M1 in seiner wichtigsten Nachrichtensendung darauf hereingefallen. Der Sprecher erklärte in der Sendung "Híradó" zuerst die Bedeutung des christlichen Pfingstfestes, berichtete dann über angebliche Schlägereien in Flüchtlingsunterkünften und meldete schließlich tatsächlich, dass sich die deutsche Stadt Essen in "Fasten" umbenannt habe. Als "Beleg" zeigte der Fernsehsender einen Screenshot von "Noktara".

In ungarischen Medien wird immer wieder sehr kritisch über die deutsche Flüchtlingspolitik berichtet. Regelmäßig nimmt man es dabei mit der Wahrheit nicht genau. Erst kürzlich hatte ein in Budapest erscheinendes Anzeigenblatt Mönchengladbach pauschal zur No-go-Area erklärt. Schuld sei die Kanzlerin.

(jaja/wer)