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| 10:46 Uhr

Berlin
DRK will auch in NRW ein Depot für Katastrophenfälle

Berlin. Deutschland ist auf Cyberangriffe, die die Gesundheitsversorgung lahmlegen, und auf Katastrophenfälle nach Überzeugung der Hilfswerke zu schlecht vorbereitet. Das Deutsche Rot Kreuz (DRK) hat der Bundesregierung nun federführend ein Konzept zum nationalen Krisenmanagement vorgelegt und darin die Wiederbelebung von zehn Materiallagern mit Betten, Zelten und Medizin vorgeschlagen. Solche Depots hatte es im Kalten Krieg bereits im Westen gegeben; in den 90er Jahren waren sie aufgegeben worden. Nach Informationen unserer Redaktion sollen Depots unter anderem in Nordrhein-Westfalen und in Hessen entstehen.

Deutschland ist auf Cyberangriffe, die die Gesundheitsversorgung lahmlegen, und auf Katastrophenfälle nach Überzeugung der Hilfswerke zu schlecht vorbereitet. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat der Bundesregierung nun federführend ein Konzept zum nationalen Krisenmanagement vorgelegt und darin die Wiederbelebung von zehn Materiallagern mit Betten, Zelten und Medizin vorgeschlagen. Solche Depots hatte es im Kalten Krieg bereits im Westen gegeben; in den 90er Jahren waren sie aufgegeben worden. Nach Informationen unserer Redaktion sollen Depots unter anderem in Nordrhein-Westfalen und in Hessen entstehen.

Wie groß die Engpässe in besonderen Situationen sind, hat laut DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt die Flüchtlingsproblematik des Jahres 2015 gezeigt. Dort hätten Feldbetten aus Kanada und den USA geholt werden müssen, weil die Reserven in Deutschland umgehend erschöpft waren, und auch der europäische Markt leer gefegt war. Die Hilfswerke wollen die Lager betreuen und das Material ständig abrufbereit halten und rechnen mit anfänglich 109 Millionen Euro Kosten. Damit könnten jederzeit jeweils 5000 Menschen im Umkreis eines der Depots erstversorgt werden, bevor die Hilfsaktivitäten der Länder anlaufen.

Sehr zufrieden ist das DRK mit dem ehrenamtlichen Engagement der Deutschen. Die Zahl der aktiven Mitglieder stieg um 11.000 auf 426.000. Auch die Spenden wuchsen von 34,5 auf 35,9 Millionen.

(may-)