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| 08:15 Uhr

Köln
Ditib setzt umstrittenen Funktionär vor die Tür

Köln. Deutschlands größter Islamverband Ditib hat sich von seinem Abteilungsleiter für Familie und soziale Dienste, Bekir Alboga, getrennt. Als Grund nannte der Verband Albogas Versuch, für die Partei des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu kandidieren. "Diese politische Tätigkeit und die ihm übertragenen Aufgaben im Ditib-Verband sind nicht vereinbar. Aus diesem Grunde wurde auf arbeitgeberseitige Veranlassung einvernehmlich die sofortige Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses vereinbart", teilte der Verbandsvorstand mit.

Deutschlands größter Islamverband Ditib hat sich von seinem Abteilungsleiter für Familie und soziale Dienste, Bekir Alboga, getrennt. Als Grund nannte der Verband Albogas Versuch, für die Partei des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu kandidieren. "Diese politische Tätigkeit und die ihm übertragenen Aufgaben im Ditib-Verband sind nicht vereinbar. Aus diesem Grunde wurde auf arbeitgeberseitige Veranlassung einvernehmlich die sofortige Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses vereinbart", teilte der Verbandsvorstand mit.

Alboga war lange Zeit Generalsekretär und Sprecher der Ditib. Im Dezember hatte er die Wiederwahl in den Vorstand verfehlt, seitdem war er Abteilungsleiter für Familie und soziale Dienste. Anfang Mai hatte Ditib bekannt gegeben, dass Alboga für die islamisch-konservative AKP in seiner Heimatprovinz Konya kandidieren wolle. In der Türkei finden am 24. Juni sowohl die Parlaments- als auch die Präsidentenwahl statt. Alboga stand Anfang der Woche jedoch nicht auf den offiziellen Wahllisten, die der Wahlkommission in Ankara gemeldet wurden. Zu den Gründen seiner Nichtberücksichtigung wollte Alboga gegenüber unserer Redaktion keine Angaben machen.

Der Islamverband Ditib ist wegen seiner engen Verflechtungen mit der türkischen Regierung zuletzt immer wieder in die Kritik geraten.

(jaco)