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Die Schule als digitale Wüste

Exklusiv Die Digitalisierung voranzutreiben ist eines der wichtigsten Ziele der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Dass dabei die Versäumnisse der vergangenen Jahre schwer wiegen, erfährt zurzeit insbesondere Schulministerin Yvonne Gebauer. Schulen ohne W-Lan, ohne Tablets oder PCs scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein, vom flächendeckenden Einsatz elektronischer Tafeln, sogenannten Whiteboards, ganz zu schweigen. Gebauer riet daher vor wenigen Tagen, Schüler sollten ihre eigenen Geräte in den Unterricht mitbringen. Kirsten Bialdiga

Die Digitalisierung voranzutreiben ist eines der wichtigsten Ziele der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Dass dabei die Versäumnisse der vergangenen Jahre schwer wiegen, erfährt zurzeit insbesondere Schulministerin Yvonne Gebauer. Schulen ohne W-Lan, ohne Tablets oder PCs scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein, vom flächendeckenden Einsatz elektronischer Tafeln, sogenannten Whiteboards, ganz zu schweigen. Gebauer riet daher vor wenigen Tagen, Schüler sollten ihre eigenen Geräte in den Unterricht mitbringen.

Nicht so die Lehrer: Eine neue Dienstanweisung des Ministeriums ist so streng gefasst, dass Lehrer ein hohes Risiko eingehen, wenn sie sensible Daten wie Zeugnisnoten auf ihrem privaten Computer oder gar ihrem Smartphone speichern.

Es ist zwar richtig, dass der Datenschutz so hohe Priorität hat, gerade in einem so sensiblen Bereich wie der Schule. Dass das aber wegen der mangelhaften Ausstattung der Schulen mit Computern nun zulasten der Lehrer geht, ist eine Folge verfehlter Politik. Zu lange hielt die Vorgängerregierung an der technisch unausgereiften Arbeitsplattform "Logineo" fest, ohne einen Plan B zu haben.