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| 14:28 Uhr

Stimmzettel getwittert
Deshalb soll der AfD-Abgeordnete Bystron 1000 Euro zahlen

FOTO: dpa, rhi wok lim
Die Wiederwahl von Angela Merkel zur Kanzlerin hat ein Nachspiel für den AfD-Abgeordneten Bystron. Bundestagspräsident Schäuble verhängte ein Ordnungsgeld gegen den Mann aus Bayern.

Am Mittwoch ist Angela Merkel zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt worden. Es war eine geheime Wahl. Der AfD-Abgeordnete Petr Bystron fotografierte trotzdem seinen Wahlzettel, auf dem er "Nein" angekreuzt hatte, und verbreitete das Bild über Twitter. Bystron kommentierte das Foto mit den Worten "Nicht meine Kanzlerin".

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble teilte daraufhin mit, dass gegen Bystron ein Ordnungsgeld verhängt worden sei. Der Abgeordnete aus Bayern muss nun 1000 Euro zahlen, weil er bei der Wahl der Bundeskanzlerin seinen Stimmzettel veröffentlicht hat.

Aus der Bundestagsverwaltung hieß es, ob Bystrons Stimme durch die Veröffentlichung womöglich ihre Gültigkeit verliere, werde noch geprüft. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer, kritisierte die Aktion. Er sagte: "Die heutigen Vorgänge sind ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die AfD im parlamentarischen Alltag selbst disqualifiziert."