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Das Löschen der eigenen Nachrichten könnte Zuckerberg ins Straucheln bringen.

In Krisen kommt es auf Symbolik an. Die Fakten rücken in die zweite Reihe. Das gilt besonders für die Politik in Washington. Das wird auch Mark Zuckerberg merken, wenn er am Mittwoch vor dem US-Kongress für seinen Datenskandal geradestehen muss. Wenn das Frage-Antwort-Spiel der Politiker mit dem Facebook-Gründer im Fernsehen übertragen wird, kommt es vor allem auf Symbolik an. Das bekamen 2008 die Bosse der Automobilkonzerne Ford, Chrysler und General Motors zu spüren. Sie traten vor den Kongress und baten mitten in der Finanzkrise um staatliche Hilfe. Die Topmanager reisten aus der Autostadt Detroit mit ihren Privatjets an — ausgerechnet um nach Steuergeldern zu fragen. Es waren nicht die einzigen Topmanager, die vor dem US-Kongress verloren. Einige mussten ihre Posten räumen. Zuckerberg sieht sich fest im Sattel sitzen, wie er vor ein paar Tagen in einer Telefonkonferenz mit Journalisten verriet. Tatsächlich, der aktuelle Datenskandal hat seine Position noch nicht zu stark unter Druck gesetzt. Aber die Politiker könnten sich auf eine Entdeckung vom Wochenende stürzen. Zuckerbergs Privatjet sind seine Chataufzeichnungen. Das Onlinemagazin Techcrunch berichtete, dass in den letzten drei Jahren sämtliche von Mark Zuckerberg und anderen Facebook-Managern über Facebook verschickten Privatnachrichten nach einer gewissen Zeit gelöscht wurden. Wenn ein Nutzer hingegen eine Chat-Nachricht löscht, bleibt sie beim Empfänger erhalten. Die Reaktion folgte prompt. Angeblich will Facebook die Funktion im Laufe des Jahres für alle zur Verfügung stellen. Heute wollen sie außerdem die Betroffenen des Datenskandals persönlich informieren. Für sie wird hängenbleiben: Zuckerberg gönnt sich mehr Privatsphäre auf Facebook. Vermutlich weiß er auch warum.

In Krisen kommt es auf Symbolik an. Die Fakten rücken in die zweite Reihe. Das gilt besonders für die Politik in Washington. Das wird auch Mark Zuckerberg merken, wenn er am Mittwoch vor dem US-Kongress für seinen Datenskandal geradestehen muss. Wenn die Befragung der Politiker mit dem Facebook-Gründer im Fernsehen übertragen wird, kommt es vor allem auf Symbolik an. Das bekamen 2008 die Bosse der Automobilkonzerne Ford, Chrysler und General Motors zu spüren. Sie traten vor den Kongress und baten mitten in der Finanzkrise um staatliche Hilfe. Die Topmanager reisten aus der Autostadt Detroit mit ihren Privatjets an - ausgerechnet um nach Steuergeldern zu fragen. Es waren nicht die einzigen Topmanager, die vor dem US-Kongress verloren. Einige mussten ihre Posten räumen. Zuckerberg sieht sich fest im Sattel sitzen, wie er vor ein paar Tagen in einer Telefonkonferenz mit Journalisten verriet. Tatsächlich, der Datenskandal hat seine Position noch nicht zu stark unter Druck gesetzt. Aber die Politiker könnten sich auf eine Entdeckung vom Wochenende stürzen. Zuckerbergs Privatjet sind seine Chataufzeichnungen. Das Onlinemagazin Techcrunch berichtete, dass in den letzten drei Jahren sämtliche von Mark Zuckerberg und anderen Facebook-Managern über Facebook verschickten Privatnachrichten nach einer gewissen Zeit gelöscht wurden. Wenn ein Nutzer hingegen eine Chat-Nachricht löscht, bleibt sie beim Empfänger erhalten. Die Reaktion folgte prompt. Angeblich will Facebook die Funktion im Laufe des Jahres für alle zur Verfügung stellen. Heute will das Unternehmen außerdem die Betroffenen des Datenskandals persönlich informieren. Für sie wird hängenbleiben: Zuckerberg gönnt sich mehr Privatsphäre. Vermutlich weiß er auch, warum.

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(RP)