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| 12:28 Uhr

Sport in Cottbus
Richtfest für neues Bootshaus freut auch die Para-Sportler

 Die Kanuten feiern Richtfest ihres Bootshauses.
Die Kanuten feiern Richtfest ihres Bootshauses. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Barrierefrei und modern wird die rund 370 Quadratmeter große Halle für die Cottbuser Kanuten.

Zugegeben: Bisher versprüht die Bootshalle der Kanusportler von Lok RAW Cottbus den Charme der 1970er-Jahre. Bald aber schon werden die Sportgeräte der Wassersportler in einer großräumigen Halle untergebracht sein. Seit Mai des Vorjahres wird an dieser Halle mit einer Grundfläche von 370 Quadratmetern gebaut, jetzt fand im Rohbau des Objekts das Richtfest statt, bei dem auch der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) zugegen war. Er wies darauf hin, dass die Lok-Sportler bereit waren, zehn Prozent des Eigenanteils der Baukosten von immerhin 51 000 Euro selbst aufzubringen. „Bei so viel Eigeninitiative sind wir als Stadt auch in eine zehnprozentige Beteiligung der Baukosten als Förderung eingestiegen“, so das Stadtoberhaupt.

Einschließlich der Rekonstruierungsmaßnahmen im Bootshaus mit dem Umbau des Kraftraumes, des Zugangs und der Sanitärbereiche – alles für die Nutzung durch die Behindertensportler auch barrierefrei ausgelegt – betragen die Baukosten nunmehr satte 737 000 Euro. Vorab hatte der Behindertensportverband des Lands Brandenburg, das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, der Olympiastützpunkt und die Stadt Cottbus entschieden, behinderte Kinder und Jugendliche an den Kanusport heranzuführen. So dürfen sich derzeit bereits sechs in unterschiedlichem Maße behinderte Kanusportler auf die neue Halle freuen.

Mit Heiko Rösler sprach ein Aktiver seinen Dank aus, als er darauf hinwies, dass mit dem neuen Großbauwerk nun die Verbindung von der Halle zum nahegelegenen Spreeufer sehr kurz sein wird und die Boote weit einfacher zu Wasser gelassen werden können. „In unserer jetzigen alten Halle musste man wirklich feststellen, dass die Boote durch die Lagerung und den Transport in der Enge der Halle mehr Schaden genommen haben als bei unserem eigentlichen Trainingsbetrieb auf dem Wasser der Spree“, so Rösler.

Überwiegend lokale Firmen waren am bisherigen Baugeschehen beteiligt, auch der bis zum 18.Oktober geplante Endausbau wird von hiesigen Unternehmen erledigt. Was die Eigenfinanzierung betrifft, haben die Loksportler unter der Leitung von Andreas Lipske eine garantiert hilfreiche Idee geboren. „Wir werden am Samstag, wenn wir hier unsere diesjährige Drachenbootregatta ausrichten, den Teilnehmern eine Versteigerung hochwertiger Sportsouvenirs anbieten.“ Von den unterzeichneten Trikots des FC Energie, der Harting-Brüder oder der fünffachen Weltmeisterin Trixi Worrack bis hin zum Trikot des damaligen Zweitliga-Torschützenkönigs und späteren Nationalspielers Nils Petersen sind elf Preise im Pool. Derzeit liegt der Verein mit seiner Eigenfinanzierung bei 44 322 Euro.

 Die Kanuten feiern Richtfest ihres Bootshauses.
Die Kanuten feiern Richtfest ihres Bootshauses. FOTO: Georg Zielonkowski
(ski)