• Deutschland hat gerade so niedrige Corona-Zahlen wie seit Monaten nicht mehr
  • Die Inzidenzwerte bundesweit und in den Landkreisen (siehe Karte) sinken schnell
  • Es gibt neuerdings einen digitalen Impfpass für vollständig Geimpfte

Corona-Zahlen Deutschland heute am 11.06.2021: Aktuelle RKI-Fallzahlen zu Inzidenz, Impfung und Infektion

Heute sind innerhalb eines Tages in Deutschland 2440 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Tag zuvor waren es mehr als 3187 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Freitag, 04.06.2021, hatte das RKI knapp 3165 Neuinfektionen gemeldet. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) heute Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 102 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Gestern waren es 94 und heute vor einer Woche 86 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI heute Morgen bundesweit bei 18,6. Gestern hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 19,3 angegeben, am Freitag vergangener Woche mit 29,7. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Regeln. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an.

Inzidenz Deutschland aktuell: Corona-Zahlen von Bayern, BW bis Brandenburg heute, am 11.06.2021

Aktuell ist die Inzidenz fast in ganz in Deutschland auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau. Dabei ist zu beachten, dass die Fallzahlen an Feiertagen sowie sonntags und montags meist generell niedriger ausfallen, da nicht immer so häufig auf das Coronavirus getestet wird und nicht alle Ämter ihre Daten aktuell übermitteln.
In allen Bundesländern liegt die Inzidenz schon länger unter dem kritischen Wert 35. Den höchsten Inzidenzwert hat gerade Baden-Württemberg – er liegt bei 25,9. Drei Bundesländer haben bereits eine Inzidenz von unter 10 erreicht. Hier die einzelnen Bundesländer im Vergleich: Wo ist der Inzidenzwert am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 25,2 - Baden-Württemberg
  • 20,7 - Thüringen
  • 22,1 - Bayern
  • 21,5 - Hessen
  • 20,6 - Nordrhein-Westfalen
  • 20,0 - Rheinland-Pfalz
  • 17,9 - Bremen
  • 16,6 -Berlin
  • 15,6 - Hamburg
  • 20,5 - Saarland
  • 14,7 - Sachsen
  • 9,9 - Sachsen-Anhalt
  • 11,1 - Niedersachsen
  • 9,4- Schleswig-Holstein
  • 7,8 - Brandenburg
  • 6,0 - Mecklenburg-Vorpommern

Aktuelle Corona-Zahlen der Landkreise laut RKI-Dashboard am 11. Juni

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das RKI-Dashboard liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an. Maßgeblich für die Corona-Regeln sind die Zahlen für den jeweiligen Stadt- oder Landkreis. Die bundesweite Inzidenz und die der Bundesländer werden für Lockerungen oder Verschärfungen weniger beachtet. Hier zum Beispiel die Inzidenzwerte in den einzelnen Kreisen Baden-Württembergs:

Corona-Zahlen aktuell: R-Wert in Deutschland heute

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.711.569 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.687 angegeben.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,74). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 79 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Freitag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 174.766.343 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 3.769.345 Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 33.427.481 Infizierte und
598.728 Tote
  • Indien: 29.183.121 Infizierte und
359.676 Tote
  • Brasilien: 17.210.969 Infizierte und 482.019 Tote
  • Deutschland ist weltweit auf dem 11. Rang mit laut JHU bisher 3.718.617 Infizierten und 89.632 Toten.

Corona News aktuell: Digitaler Corona-Impfpass für Lockerungen der Corona-Regeln

Pünktlich zur Urlaubszeit ist es soweit: Viele deutsche Apotheken sollten können jetzt einen digitalen Impfnachweis für vollständig Geimpfte ausstellen. Seit dem gestrigen Donnerstag, 10. Juni, soll der Impfpass per App schon verfügbar sein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat dazu am Donnerstag die wichtigsten Details erklärt. Alle Infos im folgenden Artikel:

Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt: Was sind Inzidenz, Neuinfektionen, R-Wert und Co.?

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

7-Tage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden. Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen war in Deutschland zwischenzeitlich ein Inzidenzwert von 50 eingeführt worden, doch gab es auf regionaler Ebene im Verlauf der vergangenen Monate auch Corona-Regeln, die sich an Inzidenzwerten von 100 oder 35 orientierten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.