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| 06:00 Uhr

Nato
Bundeswehr setzt Einsatz in Litauen fort

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau E. Büdenbender (Nicht im Blid) besuchen am 25.08.2017 das von der Bundeswehr angeführten Nato-Bataillon auf dem Militärstützpunkt in Rukla (Litauen) und unterhalten sich mit deutschen Soldaten.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau E. Büdenbender (Nicht im Blid) besuchen am 25.08.2017 das von der Bundeswehr angeführten Nato-Bataillon auf dem Militärstützpunkt in Rukla (Litauen) und unterhalten sich mit deutschen Soldaten. FOTO: Bernd von Jutrczenka / picture alliance / Bernd von Jut
Rukla. Neben den USA hat auch Deutschland 2017 seinen Beitrag zur Sicherheit des Baltikums geleistet. In Rukla in Litauen leitet die Bundeswehr eine von vier Battlegroups der Nato in Osteuropa. Im Januar werden die Truppen ausgetauscht.

Seit dem Frühjahr sind die deutschen Soldaten in Litauen stationiert. Grundlage ist ein Beschluss auf dem Nato-Gipfel von Warschau 2016. Den östlichen Nato-Mitgliedern wurden damals jeweils rund 1000 Mann aus den westlichen Partnerländern versprochen, als Zeichen der Unterstützung und Abschreckung gegen den großen Nachbarn Russland.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei eine Besuch im Sommer den Einsatz der Bundeswehr-Soldaten in Litauen zur Stabilisierung der Lage im Baltikum hervorgehoben. Angesichts der russischen Militärpräsenz im Grenzgebiet zu den baltischen Staaten sagte Steinmeier: „Wir hoffen, auf diese Weise einen Beitrag nicht nur für das Sicherheitsgefühl der Menschen zu leisten, sondern auch tatsächlich die objektive Sicherheitslage verbessern zu helfen.“

Auf dem Stützpunkt Rukla sind rund 450 Bundeswehr-Soldaten zum Schutz der Nato-Ostflanke im Einsatz. In Litauen hat die Bundeswehr dabei die Führungsrolle übernommen; sie leitet einen multinationalen Gefechtsverband. „Sicherheit und territoriale Integrität sind gemeinsame Aufgaben und gemeinsame Verantwortung aller, die in der Nato verbunden sind“, sagte Steinmeier. Deutschland sei sich der besonderen Verantwortung durch die Führungsrolle bei dem Einsatz in Litauen bewusst.

Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite, die den Bundespräsidenten bei dem Truppenbesuch begleitete, dankte Steinmeier für das Engagement der Bundeswehr bei der Sicherung der Nato-Ostgrenze. „Die Verantwortung, die Deutschland übernommen hat, ist symbolisch, sie ist echt und zeigt, dass die Nato bereit ist, ihr Hauptziel zu erfüllen.“

Für das erste Halbjahr 2017 war zunächst das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach mit der Führung beauftragt. Im zweiten Halbjahr 2017 übernahm das sächsische Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg die Verantwortung. Im Januar 2018 soll nun das Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen die Führung der beteiligten belgischen, französischen, kroatischen, niederländischen, norwegischen, isländischen und tschechischen Soldaten übernehmen.

(bob)