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| 10:36 Uhr

Vorschlag der EU-Kommission
Brüssel will Verbot von Einweggeschirr aus Plastik

Becher, Dosen und Besteck aus Plastik auf einem Tisch (Symbolfoto).
Becher, Dosen und Besteck aus Plastik auf einem Tisch (Symbolfoto). FOTO: Shutterstock.com/ Image Point Fr
Brüssel. Die EU-Kommission will laut Medienberichten ein Verbot von Einweggeschirr aus Plastik vorschlagen. Die Menge an Kunststoffabfällen soll so verringert werden. Auch Strohhalme und Essstäbchen aus Plastik könnten demnach verboten werden.

Die EU-Kommission will laut Medienberichten ein Verbot von Einweggeschirr aus Plastik vorschlagen. Die Menge an Kunststoffabfällen soll so verringert werden. Auch Strohhalme und Essstäbchen aus Plastik könnten demnach verboten werden.

Einweggeschirr aus Plastik soll verboten werden. Über diesen Vorschlag der EU-Kommission berichten die "Wirtschaftswoche" und die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ). Es könnten auch Verbote für Strohhalme und Essstäbchen aus Plastik sowie für Wattestäbchen folgen. Das sieht der Entwurf für eine Richtlinie zur Verringerung der Umweltbelastung durch Plastikprodukte vor, aus der die WAZ zitiert.

Die EU-Kommission will demnach zudem Plastik-Halterungen für Luftballons verbieten. Auf Luftballons selbst sollten Warnhinweise gedruckt werden, damit der Verbraucher über die Umweltrisiken informiert werde. Auch auf Damenbinden, vorbenetzten Körperpflegeprodukten, Haushalts- und Industrietüchern sollten Warnhinweise stehen.

Die Hersteller von Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenfiltern und Plastiktaschen sollen laut dem Bericht die Kosten für die Müllentsorgung tragen und Umwelt-Aufklärungskampagnen finanzieren.

Europaweit fallen rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr an

Ein Sprecher der EU-Kommission wollte den Bericht am Dienstag weder bestätigen noch dementieren. Er betonte lediglich, dass die Brüsseler Behörde ausschließlich ein Verbot solcher Produkte in Erwägung ziehe, für die es gute und preislich vergleichbare Alternativen gebe

Nach vorläufiger Kommissionsplanung sollen die neuen Vorschläge zur Vermeidung von Plastikmüll frühestens am 23. Mai präsentiert werden. An ihnen werde noch weiter gearbeitet, sagte der Sprecher. Das Verbot könnte letztlich auch nicht ohne die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments erlassen werden.

Europaweit fallen nach Angaben der EU-Kommission jährlich rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Nur knapp 30 Prozent davon werden zur Wiederverwertung gesammelt, die übrigen 70 Prozent landen auf Müllkippen, in Verbrennungsanlagen oder in der Umwelt.

(eler)