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| 07:08 Uhr

Nach der Wahl in Hessen
Brandenburger CDU und SPD fordern bessere Arbeit aus Berlin

CDU und SPD verlieren bei der Landtagswahl in Hessen zweistellig. In Brandenburg erhöhen Parteimitglieder den Druck auf die Berliner Koalition.
CDU und SPD verlieren bei der Landtagswahl in Hessen zweistellig. In Brandenburg erhöhen Parteimitglieder den Druck auf die Berliner Koalition. FOTO: dpa / Arne Dedert
Potsdam. CDU und SPD müssen in Hessen herbe Verluste einstecken - im Land Brandenburg fordern beide nun eine bessere Arbeit der Parteien auf Bundesebene.

Nach der Landtagswahl in Hessen erhöhen SPD und CDU in Brandenburg den Druck auf die schwarz-rote Berliner Koalition. „Sie muss endlich unter Beweis stellen, dass sie bei Themen wie gleichwertigen Lebensverhältnissen, Diesel oder sicheren Herkunftsländern liefern kann. Andernfalls muss sie beendet werden“, sagte CDU-Generalsekretär Steeven Bretz am Sonntagabend in Potsdam.

SPD-Generalsekretär Erik Stohn sagte: „Die große Koalition in Berlin hat mit ihrer schlechten Performance eine weitere Landtagswahl beeinflusst und insbesondere für die Koalitionspartner enorme Verluste beschert.“ Wenn Berlin nicht rasch zur Sacharbeit zurückkehre, „dann haben wir bald jeden Monat vorgezogene Bundestagswahlen“.

In Hessen hatte die CDU zwar die meisten Stimmen erhalten, musste aber wie auch die SPD deutliche Verluste hinnehmen. Im rot-rot regierten Brandenburg wird im Herbst 2019 ein neuer Landtag gewählt.

Die Grünen sehen sich dagegen vom Ergebnis in Hessen gestärkt. „Das Ergebnis zeigt, dass man Wahlen aus einer Regierungsbeteiligung heraus gewinnen kann, wenn man einen klaren Kurs verfolgt und gute sachorientierte Arbeit macht“, sagte Landeschefin Petra Budke. Das gebe auch den Brandenburger Bündnisgrünen starken Rückenwind.

(dpa/bb/chw)