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Europäischer Polizeikongress in Berlin
BKA-Chef warnt vor Radikalisierungsrisiko bei Flüchtlingen

BKA-Präsident Holger Münch (Archivbild).
BKA-Präsident Holger Münch (Archivbild). FOTO: dpa, mkx htf
Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, sieht die Gefahr durch den radikalen Islamismus in Deutschland noch lange nicht gebannt. "Der IS ist sehr anpassungsfähig", warnte Münch zum Auftakt des Europäischen Polizeikongresses in Berlin.

Man merke aufgrund des Niedergangs des IS-Kalifats in Syrien und im Irak kaum noch die Propaganda der Terrormiliz, aber es gebe nach wie vor ein Netzwerk zur Anleitung von Anschlägen, sagte Münch am Dienstag. Es gebe rund 750 Gefährder in Deutschland. 970 Menschen seien aus Deutschland in das Kalifat gereist, manche kehrten zurück. Es gebe zudem ein erhöhtes Radikalisierungsrisiko unter Flüchtlingen.

Eine Entspannung der Lage sei nicht absehbar. Münch forderte für den Kampf gegen den islamistischen Terror einen einheitlichen Rechtsrahmen in den Polizeigesetzen der Länder und ein einheitliches Informationsmanagement, ein "Datenhaus der Polizei".

(oko)