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| 07:20 Uhr

Berlin
Beauftragter bangt um Stelle gegen Kindesmissbrauch

Berlin. Der Unabhängige Bundesbeauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, fürchtet um den Fortbestand seines Amtes. Seine Stelle sei bis Ende März 2019 befristet, sagte er am Dienstag in Berlin.

Er forderte von Familienministerin Franziska Giffey (SPD), das Amt in dieser Wahlperiode dauerhaft einzurichten und mit einem eigenen Etat auszustatten. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, die Stelle "zu verstetigen". Unklar ist aber, für welche Dauer und mit welchen Mitteln. Das Ministerium wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Rörig begründete die Notwendigkeit des Amtes mit den vielen Missbrauchsfällen. Laut Kriminalstatistik wurden 2017 etwa 7800 Fälle von Kinder- und Jugendpornografie und in 11.500 Fällen sexueller Kindesmissbrauch registriert.

(veke)