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| 09:44 Uhr

Berlin
Bamf-Skandal: Amtschefin soll vor den Innenausschuss

Berlin. Die Chefin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ist im Skandal um unrechtmäßige Bescheide, Bestechungsvorwürfe und undurchsichtige Strukturen in ihrer Behörde in den Fokus der Kritik geraten. Sie muss nach Informationen unserer Redaktion am kommenden Dienstag ebenso wie Innenminister Horst Seehofer (CSU) vor dem Innenausschuss des Bundestags zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

Die Chefin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Jutta Cordt, ist im Skandal um unrechtmäßige Bescheide, Bestechungsvorwürfe und undurchsichtige Strukturen in ihrer Behörde in den Fokus der Kritik geraten. Sie muss nach Informationen unserer Redaktion am kommenden Dienstag ebenso wie Innenminister Horst Seehofer (CSU) vor dem Innenausschuss des Bundestags zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

"Wenn sich alles so bewahrheitet, wie das sich andeutet, dann glaube ich kaum, dass man sie am Ende wird halten können", sagte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius im ZDF. SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles widersprach ihrem Parteifreund. "Ihre Abberufung zu fordern, bevor alle Fakten auf dem Tisch liegen, ist der Aufklärung nicht dienlich", sagte Nahles der "Passauer Neuen Presse". Sie nahm auch Innenminister Seehofer gegen Kritik in Schutz. "Ich traue ihm zu, den Bamf-Skandal aufzuklären", betonte Nahles.

Die Grünen zeigten sich hingegen ungeduldig. Sie schickten zur Vorbereitung der Innenausschusssitzung einen achtseitigen Fragenkatalog an das Innenministerium. "Das Innenministerium wäre gut beraten, unsere Fragen auch zu beantworten. Andernfalls könnte doch ein Untersuchungsausschuss notwendig sein", sagte die flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion, Luise Amtsberg.

(qua)