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| 18:48 Uhr

Endlagersuche
Auf der Suche nach Sicherheit

Berlin. Umweltministerium treibt Verfahren zur Auswahl eines atomaren Endlagers voran. AFP

Das Bundesumweltministerium treibt das Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll planmäßig voran. Mit einer neuen Verordnung, die Anforderungen an ein solches Endlager präzisiert, werde der Auftrag der Endlagerkommission weiter umgesetzt, erklärte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth am Donnerstag in Berlin. Dazu soll an diesem Wochenende ein öffentliches Symposium stattfinden.

Das Standortauswahlgesetz sieht vor, bis 2031 einen Standort für ein Atommüll-Endlager auszuwählen, das dann bis 2050 errichtet werden soll. Die neue Verordnung soll nun einen nächsten Schritt vorbereiten, bei dem Gebiete, die definitiv nicht geeignet sind, aus dem Verfahren ausgeschlossen werden sollen. Die verbleibenden Regionen sollen dann in den kommenden Jahren nach wissenschaftlichen Kriterien weiter eingegrenzt werden.

Der Auftrag der parteiübergreifenden Endlagerkommission sei dabei „die Richtschnur“, hob Flasbarth hervor. Das geplante Symposium, zu dem sich Bürger bundesweit anmelden konnten, solle für mehr Transparenz und zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten sorgen. Noch bis zum 20. September kann der Verordnungsentwurf zudem im Internet kommentiert werden. Im Anschluss soll er von der Regierung unter Einbeziehung des Bundestags beschlossen werden.

Für das gesuchte atomare Endlager gelten hohe Anforderungen. Es soll die sichere Einlagerung des Atommülls für eine Million Jahre gewährleisten. Für 500 Jahre sollen die Behälter uneingeschränkt rückholbar sein. Als mögliche geologische Formationen für ein Endlager gelten Salz, Ton und kristalline Gesteine wie zum Beispiel Granit.

Kommentare zur Endlagersuche: www.dialog-endlagersicherheit.de