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| 14:24 Uhr

Entschädigung
Antrag zu Renten von in der DDR geschiedenen Frauen erfolgreich

Frauen, die zu DDR-Zeiten geschieden wurden, beziehen heute meist sehr geringe Renten.
Frauen, die zu DDR-Zeiten geschieden wurden, beziehen heute meist sehr geringe Renten. FOTO: dpa / Bernd Wüstneck
Bremerhaven. In der DDR geschiedene Frauen können wieder auf eine bessere Altersrente hoffen.

Die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen nahm am Freitag in Bremerhaven einen gemeinsamen Antrag von Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Bremen an, der unter anderem ein staatliches Entschädigungsmodell für Betroffene empfiehlt. Der Antrag wird nun der Bundesregierung zugeleitet. Er hat noch Relevanz für etwa 300 000 von vormals 800 000 Frauen.

Anders als im Westen kannte das DDR-Recht keinen Versorgungsausgleich im Fall einer Scheidung. Er galt im Osten erst für Scheidungen ab dem Jahr 1992. Im Rentenüberleitungsgesetz wurde das Problem für Frauen mit einem früheren Scheidungstermin nicht geregelt. Das ist ein Grund, weshalb Betroffene heute meist sehr geringe Renten beziehen. Selbst die Vereinten Nationen hatten das angeprangert.

„Es freut mich sehr, dass der Antrag mit spezifisch ostdeutschem Hintergrund von der großen Mehrheit der Bundesländer angenommen worden ist“, erklärte Sachsens Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD). Die Solidarität mit dem Schicksal der benachteiligten Frauen sei groß: „Die Bundesregierung ist nun in der Pflicht ebenfalls solidarisch ihren Teil zu leisten und der Empfehlung des Frauenrechtsausschusses der Vereinten Nationen schnellstmöglich nachzukommen.“

(dpa/uf)