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| 07:08 Uhr

Annäherung zwischen USA und Nordkorea
Weißes Haus bestätigt Gespräche "auf höchster Ebene"

Washington. Das Weiße Haus hat Kontakte mit Nordkorea "auf höchster Ebene" bestätigt. Ein direktes Gespräch zwischen Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un fand nach Angaben des Weißen Hauses nicht statt. Berichten zufolge empfing Kim aber den CIA-Chef und designierten US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang.

Das Weiße Haus hat Kontakte mit Nordkorea "auf höchster Ebene" bestätigt. Ein direktes Gespräch zwischen Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un fand nach Angaben des Weißen Hauses nicht statt. Berichten zufolge empfing Kim aber den CIA-Chef und designierten US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang.

Trump zeigte sich unterdessen optimistisch hinsichtlich eines möglichen Friedensvertrags zwischen Nord- und Südkorea.

"Der Präsident hat gesagt, dass es Gespräche auf höchster Ebene gab und hinzugefügt, dass diese nicht mit ihm direkt stattgefunden haben", sagte Regierungssprecherin Sarah Sanders in Washington. Trump hatte kurz zuvor die Frage bejaht, ob er selbst mit Kim gesprochen habe.

Die "Washington Post" berichtete derweil, der designierte US-Außenminister Pompeo sei am Oster-Wochenende zu einem geheimen Besuch in Pjöngjang gewesen. Dabei habe er auch den nordkoreanischen Machthaber getroffen. Das Weiße Haus und die CIA wollten den Bericht nicht kommentieren.

"Eine große Chance, ein Weltproblem zu lösen"

Trump stellte bei einem Treffen mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe in seinem Luxusressort Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida am Dienstag Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea über eine Beendigung des Kriegszustands in Aussicht. Seoul und Pjöngjang hätten dabei seinen "Segen", sagte Trump. "Es gibt eine große Chance, ein Weltproblem zu lösen", sagte Trump mit Blick auf den Atom- und Raketenstreit Pjöngjangs mit dem Westen.

Die beiden Länder hatten in den fünfziger Jahren lediglich ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, daher befinden sie sich offiziell noch im Kriegszustand.

Die Äußerungen Trumps könnten darauf hindeuten, dass Südkoreas Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfel am 27. April über ein Friedensabkommen zwischen beiden Ländern verhandeln könnten. Vertreter aus Nord- und Südkorea wollten am Mittwoch zusammenkommen, um das Gipfeltreffen zwischen Kim und Moon vorzubereiten.

Trump bekräftigte vor Journalisten in seinem Anwesen in Florida, er wolle Kim "Anfang Juni oder davor" treffen, "falls die Dinge gut laufen". Es sei aber auch möglich, "dass die Dinge nicht gut laufen und wir die Treffen nicht haben werden und einfach diesen harten Weg weitergehen, den wir eingeschlagen haben", schränkte Trump ein.

Offiziellen Angaben zufolge wurde noch keine Entscheidung zum Ort für den möglichen Gipfel getroffen. China, Nordkorea, Südkorea und Panmunjom in der demilitarisierten Zone zwischen beiden Koreas gelten aber als denkbar. Die Einladung zu dem Gipfel war Anfang März von Kim ausgegangen und von einem südkoreanischen Regierungsvertreter an Trump übermittelt worden.

(csr/)