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Jim Mattis zu Toten in Syrien
"Angriff auf regierungstreue Truppen war Selbstverteidigung"

Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat es sich bei den Luftangriffen der US-geführten Militärkoalition auf regierungstreue Kämpfer in Syrien um einen Akt der Selbstverteidigung gehandelt.

"Es war Selbstverteidigung", sagte Mattis am Donnerstag vor Journalisten. "Wir schalten uns nicht in den syrischen Bürgerkrieg ein." Bei den Angriffen wurden nach Angaben eines US-Militärvertreters mehr als hundert Kämpfer der syrischen Regierungstruppen getötet.

Dem US-Militärvertreter zufolge hatten die Regierungstruppen das Hauptquartier der mit den USA verbündeten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in der Provinz Deir Essor mit Panzern und Artillerie beschossen. Daraufhin habe die US-geführte Koalition in der Nacht zu Donnerstag zur "Selbstverteidigung" einen Gegenangriff mit Kampfflugzeugen und Artillerie gestartet.

Mattis nannte den Vorfall "verwirrend" und sagte, er könne sich nicht erklären, warum die regierungstreuen Truppen die SDF-Stellungen angegriffen hätten, an denen sich auch US-Spezialkräfte aufgehalten hätten.

Das Pentagon wollte die Zahl von mehr als hundert getöteten regierungstreuen Kämpfern nicht bestätigen. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte von 45 Toten auf Seiten der Regierungstruppen gesprochen.

Russlands Botschafter bei der UNO, Wassili Nebensia, kritisierte die Angriffe der US-geführten Militärkoalition als "kriminell". In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats hinter verschlossenen Türen habe er gegen den Angriff protestiert und die USA "daran erinnert, dass sie illegal in Syrien sind". "Sie wurden nicht eingeladen", sagte Nebensia vor Journalisten in New York. Die US-Regierung "behauptet die ganze Zeit, dass sie den internationalen Terrorismus bekämpft, aber wir sehen, dass es darüber hinaus geht", sagte er.

(felt)