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| 09:39 Uhr

Berlin
Angreifer schlägt in Berlin mit Gürtel auf jungen Israeli ein

Meinung | Berlin. Zwei junge Juden sind in Berlin angegriffen und antisemitisch beleidigt worden. Einer der Täter, ein Arabisch sprechender Mann, schlug mit einem Gürtel auf eines der Opfer ein, wie die Polizei mitteilte. Die beiden 21 und 24 Jahre alten Juden trugen eine Kippa, eine traditionelle jüdische Kopfbedeckung, als sie am Dienstagabend in Prenzlauer Berg unterwegs waren. Der 21-jährige Israeli filmte den Vorfall mit seinem Smartphone. Bei der Verfolgung der Gruppe des Schlägers wurde der Israeli leicht verletzt, sein deutscher Begleiter blieb unverletzt.

Zwei junge Männer sind in Berlin angegriffen und antisemitisch beleidigt worden. Einer der Täter, ein arabisch sprechender Mann, schlug mit einem Gürtel auf eines der Opfer ein, wie die Polizei mitteilte. Die beiden 21 und 24 Jahre alten Männer trugen eine Kippa, eine traditionelle jüdische Kopfbedeckung, als sie am Dienstag im Ortsteil Prenzlauer Berg unterwegs waren. Der 21-jährige Israeli filmte den Vorfall mit seinem Smartphone. Bei der Verfolgung der Gruppe des Schlägers wurde der Israeli leicht verletzt, sein deutscher Begleiter blieb unverletzt.

Das Video im Internet zeigt einen Mann, der das Opfer mit einem Gürtel schlägt und "Jahudi" ruft (arabisch für "Jude"). Auf dem Video ist nicht zu sehen, was vor dem ersten Schlag geschah. Die Attacke sei ohne Streit passiert, sagte der 21-Jährige im israelischen Fernsehen. Der Deutschen Welle sagte er, er sei kein Jude, sondern in einer arabischen Familie in Israel aufgewachsen. Die Kippa sei ein Experiment gewesen. Ein Freund habe gesagt, man sei in Deutschland mit Kippa nicht sicher; das habe er nicht geglaubt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem "schrecklichen Vorfall": "Der Kampf gegen antisemitische Ausschreitungen muss gewonnen werden." Der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, sagte, erneut sei eine rote Linie weit überschritten worden. Das American Jewish Committee erklärte, der Vorfall sei Teil einer Reihe von Übergriffen, die nicht selten muslimischem Hintergrund hätten.

(RP)