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| 14:13 Uhr

Treffen in Washington
Merkel reist zum zweiten Mal zu Trump

Berlin. Kanzlerin Merkel reist Ende April in die USA und wird dann US-Präsident Trump treffen. Dabei soll es auch um Themen gehen, bei denen beide unterschiedlicher Meinung sind. Es sei sinnvoll, über solche Angelegenheiten persönlich zu sprechen, sagt Merkels Sprecherin.

Kanzlerin Merkel reist Ende April in die USA, um US-Präsident Trump zu treffen. Dabei soll es auch um Themen gehen, bei denen beide unterschiedlicher Meinung sind. Es sei sinnvoll, über solche Angelegenheiten persönlich zu sprechen, sagt Merkels Sprecherin.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird US-Präsident Donald Trump am 27. April in Washington treffen. Im Mittelpunkt der Gespräche würden voraussichtlich bilaterale Fragen sowie außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen stehen, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin mit. Im Rosengarten des Weißen Hauses werde es eine Pressekonferenz geben. Da die Abstimmung zu Details des Besuchs noch andauere, würden Angaben zum weiteren Programm später gemacht.

Der Besuch war Anfang April angekündigt, der Termin aber damals noch nicht bestätigt worden. Bei dem Gespräch dürften die Lage in Syrien, die künftige Zusammenarbeit mit Russland, der Handelsstreit und das Verhältnis zum Iran im Mittelpunkt stehen. Es ist der zweite Besuch Merkels bei Trump seit dessen Amtsübernahme im Januar 2017.

Demmer wollte sich zu den Themen des Treffens nicht äußern, sagte aber, Europa und die USA sähen sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber. "Und da es die tiefe Überzeugung der Bundesregierung ist, dass es im deutschen, aber auch im amerikanischen Interesse liegt, diesen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen, ist es natürlich auch sinnvoll, sich zu treffen und darüber zu sprechen." Natürlich werde bei "Themen, bei denen wir bekanntermaßen nicht immer einer Meinung sind", darüber zu reden sein, wie man zu gemeinsamen Lösungen komme.

Anlass ist Merkels Wiederwahl

Merkel hatte Trump vor etwa einem Jahr besucht. Beim offiziellen Fototermin wirkte der US-Präsident damals streng und abwesend. Die zurückhaltende Frage der Kanzlerin, ob es denn nicht noch einen "Handshake" für die Fotografen geben solle, ignorierte er offensichtlich und schaute angestrengt geradeaus. Er sagte danach, er habe Aufforderungen oder Fragen zu einem Handschlag nicht gehört. Merkel telefoniert hin und wieder auch mit Trump, zum Beispiel im März - damals ging es unter anderem um die umstrittenen US-Schutzzölle.

Das Weiße Haus teilte dazu mit, dass der offizielle Anlass für das Treffen die Wiederwahl von Angela Merkel zur Kanzlerin sei. "Die zwei Regierungschefs werden die deutsch-amerikanische Partnerschaft - ein Grundpfeiler der transatlantischen Beziehungen und der Nato-Allianz - bekräftigen als zwei Nationen, die bei einer Reihe von geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zusammenarbeiten", schrieb das Weiße Haus in einer Mitteilung.

(wer)