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| 10:42 Uhr

Angela Merkel, der deutsche Anti-Trump

FOTO: Dunz
US-Präsident Donald Trump ist vieles. Milliardär, Golfspieler, Schauspieler. Aber er ist kein Politiker. Er spielt Spielchen mit erfahrenen Regierungschefs, Hoffnungsträgern und Diplomaten. Zum Frühstück auf Twitter eine Raketendrohung gegen Russland, zum Mittag ein paar Zeilen zur möglichen Vernichtung Nordkoreas, am Abend wieder alles anders. Alte, bewährte Strukturen für Verhandlungen und Absprachen sind ihm ein Gräuel. Die UN, die WTO, die EU. Er macht sein eigenes Ding. Unberechenbar. Der Stärkere gewinnt. Trump fühlt sich gut, wenn andere verlieren. Kristina Dunz

US-Präsident Donald Trump ist vieles. Milliardär, Golfspieler, Schauspieler. Aber er ist kein Politiker. Er spielt Spielchen mit erfahrenen Regierungschefs, Hoffnungsträgern und Diplomaten. Zum Frühstück auf Twitter eine Raketendrohung gegen Russland, zum Mittag ein paar Zeilen zur möglichen Vernichtung Nordkoreas, am Abend wieder alles anders. Alte, bewährte Strukturen für Verhandlungen und Absprachen sind ihm ein Gräuel. Die UN, die WTO, die EU. Er macht sein eigenes Ding. Unberechenbar. Der Stärkere gewinnt. Trump fühlt sich gut, wenn andere verlieren.

Angela Merkel ist das Gegenteil. Im Denken und Handeln. Oft kam die Kanzlerin mit schwierigen Charakteren klar. Mit Trump wird ihr das nicht gelingen. Sie ist auch nicht der Typ für "Auge um Auge". Sie will Augenhöhe.

Für das transatlantische Bündnis ist der Konflikt mit dem US-Präsidenten, wohlgemerkt nicht mit dem Land, ein Desaster. Die EU muss jetzt zusammenhalten, sich emanzipieren von den USA. Merkel hatte Trump zu seinem Amtsantritt an die westlichen Werte erinnert. Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie. Das fanden manche arrogant. Es war aber und bleibt genau richtig. Besser sie hält weiter dagegen. Gegen Trump.