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| 15:47 Uhr

Sommerschäden durch Dürre, Stürme und Schädlinge
Agrarministerin: Keine Nothilfen für Waldbauern

Auch in der Lausitz setze die Dürre den Wäldern erheblich zu. Auch der Großräschener Förster Ulrich Dittmann hat in seiner Laufbahn noch nie eine solche Dürre erlebt. Neben Trockenheit und Hitze setzen Waldbrände der Natur zu.
Auch in der Lausitz setze die Dürre den Wäldern erheblich zu. Auch der Großräschener Förster Ulrich Dittmann hat in seiner Laufbahn noch nie eine solche Dürre erlebt. Neben Trockenheit und Hitze setzen Waldbrände der Natur zu. FOTO: LR / Jan Augustin
Bad Sassendorf. Auch den Wäldern hat der heiße Sommer zugesetzt. Auch sie hoffen auf Hilfen. Umsonst?

Deutschlands Waldbauern können nach den Sommerschäden durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer mit keiner raschen Finanzhilfe rechnen. „Ich bin sehr besorgt und habe den Weckruf der Waldbauern gehört“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Freitag nach einem Treffen mit ihren Länderkollegen im westfälischen Bad Sassendorf. Zuerst solle aber eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe prüfen, ob beim Holz eine Marktstörung vorliege. Die ist Voraussetzung für Nothilfen.

Der Verband der deutschen Waldbesitzer, der in diesem Jahr Schäden von mehr als fünf Milliarden Euro beklagt, zeigte sich nach der Tagung enttäuscht. Vergleiche mit den Nothilfen, die an Landwirte ausgezahlt werden, lehnt Klöckner ab. Für Landwirte, die unter Ernteausfällen leiden, stehen rund 170 Millionen Euro des Bundes bereit. Dafür müssen betroffene Bauern nachweisen, dass ihre Ausfälle existenzbedrohend sind und 30 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen Jahre liegen.

Im Streit um die Kastrationspflicht von Ferkeln verwiesen die Agrarminister auf den Bundestag. Ende des Jahres läuft eine Übergangsfrist ab, in der weiterhin Ferkel auch ohne Betäubung kastriert werden dürfen. Der Bundesrat hatte zuletzt abgelehnt, die Frist zu verlängern. Nach dem Votum der Länderkammer müssten die Bundestagsfraktionen einen Vorschlag machen, betonte die zuständige NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU).

(dpa/uf)