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Affäre um Stormy Daniels
Trump-Anwalt würde Zahlung an Pornostar heute anders handhaben

Washington. Erstmals nach der Beschlagnahme von Dokumenten hat sich der Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen zur Affäre um Pornostar Stormy Daniels geäußert. Die Darstellerin behauptet, 2006 habe sie mit Trump ein Verhältnis gehabt.

Die Zahlung von 130.000 Dollar an die Schauspielerin hätte er anders handhaben sollen, weil sie Auswirkungen auf seine Familie hatte, sagte er bei einem Auftritt im US-Fernsehsender CNN. In den letzten Wochen des US-Wahlkampfs 2016 arrangierte Cohen die Geldübergabe an Daniels, um sie offenbar zum Stillschweigen zu bringen.

Cohen erklärte, bei der Durchsuchung seines Büros seien die FBI-Ermittler "extrem professionell, höflich und respektvoll" vorgegangen. Die Razzia sei verstörend gewesen, und er würde "lügen", wenn er behaupten würde, nicht besorgt zu sein. Cohen betonte seine Unschuld. Dem Präsidenten gegenüber sei er weiter treu ergeben.

Die Durchsuchung erfolgte offenbar auf Empfehlung von FBI-Sonderermittler Robert Mueller, der die Russland-Affäre untersucht. Trump hatte zuletzt am Montag erneut gesagt, die Sache käme einer Hexenjagd gleich. Er stritt bereits mehrfach Vorwürfe ab, nach denen es zwischen seinem Wahlkampfteam und Akteuren aus Moskau zu geheimen Absprachen gekommen sein soll.

(das/ap)