| 18:45 Uhr

Sondierungs-Aus
AfD verbucht Jamaika-Aus als eigenen Erfolg

Alexander Gauland, Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion hat keine Angst vor Neuwahlen.
Alexander Gauland, Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion hat keine Angst vor Neuwahlen. FOTO: Bernd von Jutrczenka / dpa
Berlin. (vet) Party-Stimmung bei der AfD: Das Scheitern der Jamaika- Sondierungen führen die Rechtspopulisten vor allem auf ihre eigene Stärke zurück. AfD-Chef  Jörg Meuthen schwärmte schon am frühen Morgen per Twitter: „Eine ganz hervorragende Nachricht für unser Land.“ Das Jamaika-Experiment sei gescheitert, bevor es überhaupt angefangen habe. „Es war auch unser fulminanter Wahlerfolg, der den Sondierern im Nacken saß“, frohlockte  Meuthen. Ganz ähnlich klang es kurz darauf  bei einem improvisierten Pressetermin der beiden  Fraktionschefs Alice Weidel und Alexander Gauland. „Wir sehen auch hier, dass die AfD wirkt“, meinten die beiden unisono. Stefan Vetter

12,6 Prozent hatte die AfD  bei der Bundestagswahl am 24. September eingefahren – fast acht Prozent mehr als noch vier Jahre zuvor. Damit war die Partei klarer Wahlgewinner. Und nach Einschätzung ihrer Führung  geht da jetzt auch noch mehr:  „Nach den neuesten Umfragen sehen wir gut aus.  Wir haben keine Angst vor Neuwahlen“, sagte Gauland. Dass bei den gescheiterten Sondierungen zuletzt ausgerechnet die FDP in Sachen Flüchtlingsnachzug den Hardliner gab und sogar noch die CSU rechts überholen wollte, quittierte Gauland allerdings doch mit  hörbarer Verblüffung: „Wir sind das Original“, meinte er schließlich.