Aktuell sind die Corona-Regeln wieder extrem undurchsichtig. Es ist ein kaum zu überblickender Flickenteppich bei den regionalen Maßnahmen. Im Bayern gilt: Rotes Licht auf der Krankenhaus-Ampel und in Baden-Württemberg gelten die Regen in der ausgerufene Warnstufe in Baden-Württemberg. Tatsächlich gilt nun in Pflegeheimen eine Testpflicht, unabhängig vom Impf- oder Genesenen-Status.
  • Infolgedessen wurden die Corona-Maßnahmen verschärft
  • Bei den Corona-Regelungen gibt es dadurch immer mehr Definitionen und Abkürzungen
  • 3G-Regel und 2G-Regel sind mittlerweile geläufig, auch der Begriff 1G ist bereits gefallen.
  • Doch welche Bedeutung hat die 2G plus Regel?
  • Gesundheitsminister Spahn will Zugang zu Veranstaltungen nur noch nach 2G-Plus-Regel

2G+ Regel Bedeutung: Was ist das? – Erklärung der Corona-Regel

Im Rahmen der 2G-Regel, die in immer mehr Bundesländern angewendet wird, erhalten nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmen Lebensbereichen. Darunter fallen etwa der Einlass ins Restaurant oder der Zutritt zu einer Veranstaltungen. Wo die 2G-Regel gilt, müssen Geimpfte und Genesene keinen Corona-Test vorzeigen. Wiederum schließt die 2G-Regel aber Ungeimpfte aus – auch ein negativer Corona-Test genügt nicht.
Doch wofür steht das „plus“ in der 2G+ Regel? Aktuell wird über die Anwendung der 2G-plus-Regel debattiert. Dort wo sie Anwendung finden könnte, wären weiterhin nur Geimpfte und Genesene zugelassen. Zusätzlich müssten sie jedoch neben ihrem Nachweis über Impfung und überstandene Corona-Infektion einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen können. Konkret bedeutet das: Man bräuchte zwei Nachweise.

Spahn will Zugang zu Veranstaltungen nur noch nach 2G-Plus-Regel

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen angesichts der massiv steigenden Corona-Neuinfektionszahlen deutlich erschweren. Es solle hier künftig die 2G-Plus-Regel greifen, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Das bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen Coronatest Einlass bekommen. "Das ist ein schwerer Schritt, aber ein Schritt, den wir gehen müssen", sagte Spahn.
Der Bundesgesundheitsminister kündigte außerdem an, noch am Freitag eine Verordnung für die Wiedereinführung kostenloser Bürgertests zu unterzeichnen. Er gehe davon aus, dass dann ab Montag diese Tests wieder angeboten werden könnten. Außerdem kündigte Spahn an, die Vergütung für Mediziner für Corona-Impfungen deutlich zu erhöhen. Pro Impfung würden künftig 28 Euro statt bislang 20 Euro bezahlt, am Wochenende sogar 36 Euro. Per Verordnung werde er außerdem sicherstellen, dass die Impfzentren der Länder bis Mitte April hälftig vom Bund finanziert seien.
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprach von einer dramatischen Lage. "Es ist fünf nach zwölf", sagte Wieler. Er forderte, bei Großveranstaltungen über eine Reduzierung der Besucherzahlen oder eine Absage zu sprechen. "Am besten wäre es, wenn man bestimmte Großveranstaltungen absagen würde - ganz klar.“

2G-plus-Regel gilt in Pflegeheimen in Deutschland

Auch für gegen das Coronavirus geimpfte und genesene Besucher von Alten- und Pflegeheimen gilt ab Donnerstag eine Testpflicht. „Mit der ab Donnerstag geltenden Verordnung darf jede besuchende Person ab sieben Jahren – unabhängig davon, ob sie ungeimpft, geimpft oder genesen ist – die Einrichtung nur nach einem negativen Test betreten“, hieß es am Mittwoch in einer Klarstellung des Sozialministeriums. Grund für die Maßnahme seien die bundes- und landesweit stark ansteigenden Corona-Neuinfektionen.

2G+ Regel in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz setzt seit längerer Zeit auf die 2G-Plus-Regelung. Demnach ist die Zahl der zugelassenen, ungeimpften Menschen beschränkt und wird weiter reduziert, wenn etwa die Sieben-Tage-Inzidenz oder die Krankenbelegung bestimmte Schwellenwerte überschreiten. So gelten etwa in der Innengastronomie keine Maskenpflicht und kein Abstandsgebot mehr, wenn nicht mehr als 25 Ungeimpfte anwesend sind. Die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum wurden generell aufgehoben.

2G+ in Deutschland aktuell: Corona-Test auch für Geimpfte

Die 2G-Regel ist nicht unumstritten. Manche Experten kritisieren, sie wiege die Menschen in falscher Sicherheit, weil auch Geimpfte sich infizieren und das Virus übertragen könnten. Sie fordern deshalb, auch Geimpfte und Genesene regelmäßig zu testen, vor allem dort, wo besonders gefährdete Menschen leben, und diese Tests wieder kostenlos anzubieten.

2G-plus: Voraussetzungen für Besuche im Pflegeheim?

Über die Einführung der 2G-plus-Regel in Pflegeheimen etwa wurde schon kontrovers diskutiert. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt plädierte dafür, eine Impfung als Zugangsvoraussetzung für Pflegeheime zu prüfen. „Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegekräfte und Besucherinnen und Besucher müssen regelmäßig getestet werden, auch die, die geimpft oder genesen sind“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Und wo das nicht reicht, sollten wir über die Notwendigkeit eines Impfnachweises diskutieren.“

2G-plus aktuell: Kostenlose Corona-Tests ab kommender Woche?

Zum 11. Oktober endete das vom Bund finanzierte Angebot kostenloser „Bürgertests“ für alle – nun wird ihr im Prinzip schon angekündigtes Comeback konkreter.
Voraussichtlich ab kommender Woche soll man wieder mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche durch geschultes Personal und mit Bescheinigung machen können. Laut einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums sollen bisherige Anbieter die Tätigkeit fortsetzen können. Zusätzlich sollen nur noch Sanitätshäuser oder Drogerien beauftragt werden. Zuerst berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber.