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| 10:11 Uhr

Berlin
140.000 Flüchtlinge durch türkische Offensive in Syrien

Berlin. Der türkische Vorstoß auf das nordsyrische Afrin hat fast 140.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Das geht aus einer unserer Redaktion vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linken hervor. Derzeit verhinderten verschiedene Konfliktparteien, dass die Geflüchteten zurück nach Afrin gelangen oder nach Aleppo weiterziehen könnten. In Afrin selbst hielten sich noch zwischen 50.000 und 70.000 Menschen auf; 20.000 von ihnen hätten mit Lebensmitteln versorgt werden können.

Der türkische Vorstoß auf das nordsyrische Afrin im Januar hat fast 140.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Das geht aus einer unserer Redaktion vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linken hervor. Derzeit verhinderten verschiedene Konfliktparteien, dass die Geflüchteten zurück nach Afrin gelangen oder nach Aleppo weiterziehen könnten. In Afrin selbst hielten sich noch zwischen 50.000 und 70.000 Menschen auf; 20.000 von ihnen hätten mit Lebensmitteln versorgt werden können.

Die türkischen Streitkräfte hatten im Januar mit der Militäraktion "Olivenzweig" die mehrheitlich kurdisch besiedelte Region angegriffen. Die Linke spricht von einem "völkerrechtswidrigen Angriffskrieg". Die Bundesregierung schreibt, ihr seien Berichte über "mögliche Verletzungen des humanitären Völkerrechts im Zusammenhang mit den Kampfhandlungen in Afrin bekannt", sie selbst verfüge jedoch nicht über eigene gesicherte Erkenntnisse.

Nach türkischen Angaben sind seit Beginn der Operation 4305 Kämpfer getötet, verletzt oder gefangen genommen worden; 53 türkische Soldaten seien getötet, 232 verletzt worden. Bis zu 437 getötete Kämpfer zählte das türkische Militär bei der "Freien Syrien Armee".

Nach Angaben der Bundesregierung hat ein Teil der Bevölkerung in der Region inzwischen wieder Zugang zu fließendem Wasser; aber noch würden nicht alle mit der Trinkwasserversorgung erreicht.

(may-)