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Aus Verteidigungszwecken
100 Tote bei US-Luftangriffen in Syrien

US-Soldaten auf Beobachtungsposten in Syrien.
US-Soldaten auf Beobachtungsposten in Syrien. FOTO: ap
Die USA haben Luftangriffe auf regierungsnahe Truppen in Syrien geflogen, nachdem syrische Oppositionskräfte angegriffen worden waren. Dies sei aus Verteidigungszwecken geschehen, etwa 100 Angreifer seien dabei getötet worden, erklärte ein Mitarbeiter des US-Militärs.

Mit Blick auf die Attacke auf die von den Vereinigten Staaten unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in der Provinz Deir al Sur sagte er, diese sei mit 500 Personen offenbar geplant gewesen.

Ein US-Schlag gegen Truppen, die Syriens Präsident Baschar al-Assad unterstützen, ist unüblich. Die Vereinigten Staaten haben den SDF Berater zur Verfügung gestellt, die im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat helfen sollen. In Deir al Sur im Osten Syriens kämpfen die SDF auf der einen Seite des Euphrats, auf der anderen Seite sind syrische Regierungskräfte aktiv.

Der Militärangehörige sagte, der Angriff auf die SDF habe auf das Hauptquartier der Gruppe gezielt. Die Assad nahestehenden Truppen seien in großer Formation, begleitet von Artillerie, auf das Hauptquartier vorgerückt. Aus offiziellen US-Kreisen verlautete, keine Amerikaner seien bei dem Vorfall verletzt oder getötet worden.

Informationen des US-Militärs nach breiteten sich die Regierungssoldaten in der vergangenen Woche in der Region rund um die Stadt Deir al Sur aus. Es sehe so aus, als ob die Truppen Gebiete zurückerobern wollten, die die SDF im September vom IS befreit hatten. Darunter sind den US-Angaben zufolge auch Ölfelder.