Die gute Botschaft hatte der Ministerpräsident mit ins Potsdamer Krongut Bornstedt gebracht. Und Matthias Platzeck (SPD) ließ es sich nicht nehmen - trotz Geburtstag seiner Frau - selbst zu verkünden, dass ein jahrelanger Kampf mit dem Bund um die B 183-Ortsumfahrung von Bad Liebenwerda endlich gewonnen ist. Die für die Kurstadt wichtige Trasse bekam an diesem Tag in Berlin grünes Licht. Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter (CDU) war die Freude an diesem Abend anzusehen.

Zunächst aber hatte RUNDSCHAU-Chefredakteur Johannes M. Fischer die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur begrüßt und darauf verwiesen, dass sich die RUNDSCHAU über Jahre in der Landespolitik einen Namen gemacht habe. Nicht zuletzt würde dazu die Berichterstattung des neuen Potsdam-Korrespondenten Benjamin Lassiwe beitragen. Dafür gab es anerkennenden Beifall aus dem Rund der anwesenden Minister des rot-roten Kabinetts sowie der Europa-, Bundes- und Landtagsabgeordneten mit Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD).

Ebensolche Zustimmung gab es für die Ausführungen von RUNDSCHAU-Geschäftsführer Andreas Heinkel, der betonte, dass die regionalen Tageszeitungen das Medium seien, welches die meisten Menschen im jeweiligen Territorium erreicht. Zudem sei die RUNDSCHAU crossmedial gut aufgestellt. Das habe sich auch darin gezeigt, wie das neue Digitalangebot der RUNDSCHAU angenommen wurde. Innerhalb von drei Wochen hätten sich mehr als 10 000 Abonnenten der Zeitung online registrieren lassen, um weiter Zugang auf alle Kanäle des RUNDSCHAU-Angebotes zu haben.

Der Regierungschef folgte Heinkels Auffassung, dass "Qualitätsjournalismus" auch seinen Preis habe. Dass die RUNDSCHAU Tag für Tag mit ihrer Auflage mehr als 200 000 Lausitzer erreiche, trage dazu bei, die "Tageszeitung als ein Stück Kulturgut" zu erhalten. Platzeck versäumte zudem nicht, der RUNDSCHAU zu gratulieren für ihr Engagement gegen rechtsextremistische Umtriebe in der Lausitz. Dass die Zeitung den Rechtsextremisten trotz wiederholter Angriffe auf die Lokalredaktion in Spremberg die Stirn biete, sei "Dienst an der Demokratie im Land". Dafür sage er Dank, zolle Respekt und gratuliere für die Auszeichnungen mit dem Preis für Zivilcourage und dem Leuchtturm-Preis.

Brandenburg und die Lausitz dominieren in diesen Tagen und Wochen aber noch mehr Themen. Die Finanzen um die "Dauerbaustelle" Flughafen BER gehören dazu. Platzeck hatte vor dem Treff mit der Lausitz den Hauptausschuss des Landtages offenbar auch über die Beihilfegenehmigung aus Brüssel informiert. Ein Lichtblick! Den gibt es in der laufenden Diskussion um die Neugründung einer BTU Cottbus-Senftenberg nur bei Rot-Rot. Ob sich da nach jüngsten Diskussionen im Landtags-Wissenschaftsausschuss oder der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung noch Spielräume ergeben - das weiß auch der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) nicht. Beteiligt an den teils hitzigen Gesprächen beim RUNDSCHAU-Abend in Potsdam hatten sich auch die Minister Martina Münch (Bildung), Dietmar Woidke (Inneres), Jörg Vogelsänger (Infrastruktur/alle SPD), Sabine Kunst (Wissenschaft/parteilos) sowie Staatskanzleichef Albrecht Gerber (SPD). Johannes M. Fischer versicherte nicht nur den Anwesenden, dass die "RUNDSCHAU weiter lebendig unterwegs sein wird".

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