"Insbesondere im ländlichen Raum werden künftig Gesundheitszentren, wie wir sie hier schon kannten, die Versorgung der Patienten sichern", sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Dieter Blaßkiewitz, gestern in Leipzig.
Nur durch eine Konzentration könne auf Dauer ein hohes medizinisch-technisches Niveau gehalten werden. In diesem Punkt folgt die Gesellschaft den Vorstellungen von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), die "Qualitätszentren der Medizin" einrichten will. Im Sinne des Patienten forderte Blaßkiewitz aber eine Konzentration mit Augenmaß.
Die Entwicklung sei Folge der veränderten Finanzierung des Gesundheitssystems. So sei in Sachsen die Investitionsförderung der Krankenhäuser durch den Doppelhaushalt 2003/2004 völlig unzureichend. Mit 114 Millionen Euro für dieses Jahr und 144 Millionen Euro für das Jahr 2004 seien die Haushaltsmittel auf diesem Gebiet nahezu halbiert worden. "Bislang war die sächsische Staatsregierung zukunftsorientiert. Jetzt verzehrt sie die Substanz", kritisierte Blaßkiewitz.
Vor diesem Hintergrund sei eine Konzentration von speziellen Behandlungsmöglichkeiten unausweichlich. "Die Einrichtungen müssen mit dem laufenden Fortschritt mitgehen können", sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Stephan Helm.
Für die Auswahl nach Standorten sei aber Augenmaß nötig. "Der Patient braucht auch psychologischen Beistand durch Familienangehörige. Die Wege dürfen nicht zu weit sein", sagte Blaßkiewitz.
Generell müssen sich die Patienten aber davon verabschieden, dass jede Behandlung in seiner unmittelbaren Nähe erfolgt. (dpa/wie)