ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:32 Uhr

Polen
Verstaatlichung von Banken in Polen in der Kritik

Warschau. Polens Regierung will Kritikern zufolge ihren Einfluss auf Wirtschaft und Banken verstärken. Finanzexperten besorgt ein am Freitag von Präsident Andrzej Duda unterzeichnetes Gesetz, das Befugnisse der Finanzaufsichtsbehörde (KNF) stärkt und dadurch die Verstaatlichung von Banken vereinfacht, wie sie kritisieren.

Die KNF-Behörde kann demnach künftig einer Bankübernahme bereits unter dem Vorwand zustimmen, dass sich die finanzielle Situation des Geldhauses in Zukunft verschlechtern könnte. Das Gesetz tritt ab Januar 2019 in Kraft.

Experten forderten, Banken dürften nicht den Interessen von Politikern und Parteien unterstellt werden, ansonsten werde die finanzielle Sicherheit der Bürger bedroht. In der vereinfachten Bankenübernahme sahen sie zudem ein abschreckendes Signal für ausländische Investoren. Polens Regierung argumentiert, mit dem Gesetz würden EU-Vorgaben erfüllt.

(dpa/uf)